128.08.10|Landkreis Diepholz|Landkreis Diepholz|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Landkreis - (sdl) · Das Ergebnis war überwältigend: 45 von 55 Delegierten des SPD-Unterbezirksverbands nominierten gestern Abend Cord Bockhop als unabhängigen Landratskandidaten – obwohl er kein sozialdemokratisches, sondern ein CDU-Parteibuch besitzt. Mit einer sehr persönlichen Rede hatte der Stuhrer Bürgermeister einen enormen Teil der SPD-Ortsvereinsvertreter von sich überzeugt. Aber ausgerechnet Stuhrer Genossen versagten ihm ihre Gefolgschaft.

Blumen und große Unterstützung von der SPD: 45 von 55 Delegierten votierten gestern Abend für den Landratskandidaten Cord Bockhop. Der strahlte mit der SPD-Unterbezirksvorsitzenden Astrid Schlegel um die Wette. Sein Wahlkampf-Motto: „Einer für alle“.
„Aufgrund Ihrer ausgezeichneten Rede fällt es mir schwer, nicht zuzustimmen“, bekannte Günter Wesemann. „Ich bin seit 1954 in der SPD und habe nie für einen CDU-Mann gekämpft“, erklärte Hagen Breitinger, „ich werde meine Stimme nicht erteilen!“ Ein „Nein“ signalisierten ebenso Olaf Herms und Lars Hartwig. Diese Stuhrer Genossen wollten einen waschechten sozialdemokratischen Landratskandidaten – zumal man schon 2006 keinen SPD-Bürgermeisterkandidaten in Stuhr gefunden habe, also keinen Gegenkandidaten für Cord Bockhop.
Genau deshalb, so argumentierte Frank Seidel (SPD Weyhe) müssten die Stuhrer Genossen über ihren Schatten springen. „Ich habe Verständnis dafür, dass ihr einen guten Bürgermeister verliert. Aber seht es als Chance, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen.“ Das tat Norbert König, ebenfalls aus dem Ortsverein Stuhr – und beschrieb die Möglichkeit, Bockhop ins Landratsamt „wegzuloben“, denn nur so könne es im Rathaus wieder einen SPD-Bürgermeister geben: „Wir sollten ihn unterstützen.“
Das Abstimmungsergebnis gestern Abend in Neubruchhausen: 45-Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und acht Nein-Stimmen. Der Ortsverein Stuhr war mit zehn Delegierten vertreten.
Cord Bockhop zeigte sich mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden, die Vielzahl der Stimmen für ihn sei beeindruckend: „Ich bin außerordentlich dankbar für diese Unterstützung“, betonte der Landratskandidat.
Seine Unabhängigkeit hatte er zuvor in seiner Rede ausdrücklich betont („Kommunalwahlen sind keine Programmwahlen, es geht um Persönlichkeitswahlen“) und bewusst das Wahlkampf-Motto „Einer für alle“ gewählt. In der SPD soll eine Wahlkampf-Kommission gemeinsam mit ihm über die Gestaltung von Plakaten und Flugblättern entscheiden.
An seinen politischen Schwerpunkten ließ Bockhop gestern Abend keine Zweifel, sprach sich gegen die Abschaffung der Gewerbesteuer und für eine schnelle Breitbandversorgung aus – und stellte sich hinter den Rettungsdienst im Landkreis: „Es gibt funktionierende Strukturen. Das DRK macht seine Arbeit vorzüglich.“ Wichtig sei, so Bockhop, eine bessere Kommunikation zwischen den Städten, Gemeinden und dem Landkreis – so, wie es beim Thema Familienfreundlichkeit schon Praxis sei.
zurück zur Übersicht: Landkreis Diepholz

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

