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Thorsten Finke: „Betreten kein großes Risiko, aber stets auf eigene Gefahr“

Rauf auf den Dümmer

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Lemfoerde - LEMBRUCH/HÜDE · „Rein in die Sonne – rauf auf den Dümmer“: So könnte das Motto in den nächsten Tagen für tausende Besucher lauten, die am und auf dem See in Hüde und Lembruch erwartet werden. Denn der Dümmer „steiht“.

Gastronomen vor Ort rüsteten sich gestern für den erwarteten Ansturm am Dümmer in diesen Tagen. ·

© Foto: Klöker

Gastronomen vor Ort rüsteten sich gestern für den erwarteten Ansturm am Dümmer in diesen Tagen. ·

„Aus meinen langjährigen Erfahrungen kann ich sagen, dass man den Dümmer jetzt ohne großes Risiko betreten kann“, erklärte Thorsten Finke, Geschäftsführer des Dümmerhotels Strandlust in Lembruch, gestern. Er weist darauf hin, dass das Betreten immer auf eigene Gefahr geschehe. „Der See wird nie offiziell freigegeben. Auch nach sechs Wochen sibirischer Kälte nicht“, sagte Finke.

Dies könnte nur das Land Niedersachsen als Eigentümer. Das gab es allerdings noch nie. „Das hat vermutlich haftungstechnische Gründe“, meint der Gastronom. Er rät, dem See mit einer gewissen Portion Respekt zu begegnen. Der Dümmer brauche fünf, sechs Tage Dauerfrost, um zuzufrieren. Laut Wetterprognosen soll der Frost bis Mitte nächster Woche anhalten. „Also haben wir von dem Spaß wahrscheinlich ein paar Tage länger etwas“, vermutet der Hotelier.

Schlitten fahren, Schlittschuh laufen, Eishockey spielen – alles ist jetzt möglich. Auch Hunde dürfen mitgebracht werden. „Für Nicht-Schlittschuhläufer lohnt sich ein Besuch ebenfalls“, betont Finke.

Die Gastronomen in Hüde und Lembruch rüsteten sich gestern für den erwarteten Ansturm und bauten Getränke- und Imbissbuden auf. Es gibt Glühwein, Kakao oder Punsch für die Besucher zum Erwärmen ebenso wie Bockwürste, Pommes oder Hamburger für den kleinen Hunger zwischendurch. Sowohl in Hüde als auch in Lembruch werden Schlittschuhe in begrenzter Menge zum Ausleihen angeboten.

Ferner versuchen die Gastronomen, die Parkflächen in einen befahrbaren Zustand zu versetzen. Kein einfaches Unterfangen, wie Finke erklärt: „Die Wiesen sind gefroren und von zahlreichen steinharten Maulwurfshügel gekennzeichnet. Da haben auch Landwirte mit Trecker und Frontlader Probleme, diese zu plätten.“ Wenn die Sonne herauskommt, wie die Wetterprognosen für heute vorsehen, könnten die Parkplätze allerdings eng werden, tippt der Experte.

Für die Gastronomen am See sei ein gefrorener Dümmer ein Glücksfall. „Das ist wie ein kleiner Dümmer-Brand im Winter“, beschreibt der Hotelier und lacht. „Der See hat uns wegen der Wasserqualität auch schon Sorgen bereitet. Dann ist es schön, wenn er uns jetzt Freude bereitet“, erläutert der Geschäftsführer, der mit etlichen tausend Besuchern rechnet.

Auf der Internetseite http://www.duemmer.de werden Interessierte mit aktuellen Informationen zu Wetter- und Gefahrensituation versorgt. Dort gibt es auch eine Webcam. „Wenn man dort Schlittschuhläufer fahren sieht, kann man sich auch auf den Weg machen“, sagt Finke, denn er weiß: „Einer macht den Anfang und dann spricht es sich ganz schnell rum.“ · hkl

Aktuelle Infos auf

http://www.duemmer.de

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