115.10.09|Lemförde|Lemförde|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Lemfoerde - HÜDE (kan) · Die 48 besten Nachwuchshandwerker wurden am Dienstag in Hannover von der Handwerkskammer ausgezeichnet. Julius Kettler aus Drebber ist einer von ihnen: Als einziger Bootsbauer seines Bezirks erhielt er eine Urkunde. Doch Julius Kettler und sein Chef Jens Dannhus von der HD-Werft Fricke & Dannhus in Hüde drücken weiter die Daumen. Denn der 21-Jährige kann sich für den Landeswettbewerb qualifizieren.

Julius Kettler (r.) und Junior-Inhaber Jens Dannhus freuen sich über das gute Prüfungsergebnis.
Doch soweit denkt Julius Kettler erst einmal nicht. Er ist sehr glücklich über seine bestandene Prüfung und die Auszeichnung. Noch glücklicher macht ihn allerdings, dass er für ein Jahr bei Fricke & Dannhus weiter Boote reparieren und bauen darf. „Meine Arbeit macht mir sehr viel Spaß“, betonte der 21-Jährige.
Sein Engagement kommt auch beim Junior-Inhaber der Werft an. „Ich freue mich natürlich über sein gutes Abschneiden“, sagte Dannhus. Voraussetzung dafür sei aber nicht nur Spaß und Einsatz, Wille und Können, sondern auch eine fundierte Ausbildung in der Werft. „Die Lehrlinge sehen bei uns sehr viel“, erklärte er. Im Gegensatz zu großen Werften fangen die Auszubildenden in Hüde mit kleinen Arbeiten wie Fegen und Schleifen an. Doch nach dreieinhalb Jahren sind sie in der Lage, ein komplettes Boot zu planen und zu bauen. Wie Julius Kettler, dessen Gesellenstück natürlich Bestandteil seiner Abschlussprüfung war. Das war eine komplette Ruderanlage mit einer Pinne aus Holz. „Dazu gehörte das Zusammenschweißen des Ruderkopfes und das Hobeln des Blattes“, erklärte Kettler. Der Bau habe zweieinhalb Tage in Anspruch genommen. Für die eintägige Theorieprüfung wurde er mit 19 weiteren angehenden Bootsbauern an der Berufsbildenden Schule in Brake im Blockunterricht vorbereitet.
Der Geselle, der am liebsten mit Holz statt mit Kunststoff arbeitet, ist froh, dass er nach Beendigung seiner Lehre in Hüde beziehungsweise Drebber bleiben kann. Das Verhältnis zu seinen Kollegen und dem Chef sei sehr gut. „Jetzt geht das Lernen erst richtig los“, warnte Dannhus seinen Gesellen. Denn nun arbeitet er nicht mehr unter kompletter Aufsicht, sondern eigenverantwortlich. Doch das Vertrauen von Jens Dannhus ist groß: Er sieht Kettler in einem Jahr als Nachfolger eines Mitarbeiters, der dann in Rente geht. „Das kann sich zwar auch noch ändern, aber geplant ist das schon“, so Dannhus. Julius Kettler käme das entgegen: Hilft er doch gern seinem Vater auf dem Reiterhof in Drebber. Außerdem möchte er noch seinen Segelschein auf dem Dümmer machen.
zurück zur Übersicht: Lemförde

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

