Bassum - Von Anke SeidelHaben die Freien Wähler die Rettung für die Geburtshilfe? Ihr Kreistagsabgeordneter Hermann Schröder schlägt ein Honorararzt-Modell vor, in dem der Landkreis Geld für Bereitschaftdienste zahlt, um die Geburtshilfe finanziell attraktiver zu machen.
Ähnlich dem Notdienstsystem, wie es Allgemein-Mediziner bereits organisiert haben, schlagen die Freien Wähler einen Bereitschaftsdienst für Gynäkologen vor – mit allen interessierten Frauenärzten, die „in einem akzeptablen Rahmen um Bassum ansässig sind“.
Der Klinikverbund soll diesen Pool von Fachärzten aufbauen. Sie müssen allerdings garantieren, innerhalb von zehn Minuten im Krankenhaus einsatzbereit zu sein, wenn eine Geburt ansteht. „Wenn sie in der Nähe des Krankenhauses wohnen“, so Schröder, „könnten sie sich während der Bereitschaft in häuslicher Umgebung aufhalten. Sollte der Wohnort weiter entfernt vom Krankenhaus Bassum liegen, wäre während des Bereitschaftsdienstes ein räumlicher Aufenthalt zum Krankenhaus erforderlich“. Ist das organisiert, so glaubt Schröder, könnte man auch junge Fachärzte aus Bremen oder Hannover ohne eigene Praxis für den Pool gewinnen.
Auf diese Weise könne ein auch für Fachärzte finanziell attraktiver Bereitschaftsdienst entstehen. Die Kosten für den Landkreis hält Schröder für erträglich. Denn es wären „etwas über einen Euro“ pro Einwohner und Jahr im Landkreis Diep holz, rechnet er vor.
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