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Wintershall möchte im Sommer mit Fracs beginnen

Düste Z10 könnte bis zu 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas fördern

Wintershall möchte im Sommer mit Fracs beginnen

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Barnstorf - Kaum neue Erkenntnisse brachte am Dienstagabend der Informationsabend der Wintershall Holding – auch weil es schlicht und einfach kaum Nachfragen gab; andererseits, weil die Informationen ausreichend waren.

Die Wintershall Holding informierte am Dienstagabend in der „Pfeffermühle“ über die Erdgasbohrung Düste Z10. · Foto‹ Peter

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Die Wintershall Holding informierte am Dienstagabend in der „Pfeffermühle“ über die Erdgasbohrung Düste Z10. · Foto‹ Peter

„Die Wintershall ist 1952 im Landkreis Diepholz in der Erdöl- und Erdgasförderung tätig“, wies Joachim Pünnel, Leiter der Wintershall-Aktivitäten in Deutschland, zu Beginn auf die Bedeutung des Unternehmens für die Region hin. „Wir stellen wieder Mitarbeiter ein, investieren hier eine Menge Geld und sind gute Nachbarn, Arbeitgeber und auch Ausbilder.“ Wie er weiter ausführten, würden zurzeit sechs Millionen Haushalte in Deutschland mit Gas aus heimischer Produktion versorgt.

Aus den Daten der Bohrungen Düste Z7 und Z9 habe die Wintershall gelernt. So rechne man nun mit einem Förderaufkommen bei Düste Z10, das etwa einem Prozent des Gas-Jahresaufkommens in Deutschland entspreche.

Steffen Liermann, Projektleiter Düste Z10, ergänzte dies und meinte, von den dort vermuteten bis zu 40 Milliarden Kubikmetern Erdgas könnten in den nächsten 20 bis 30 Jahren wohl bis zu zehn Milliarden Kubikmeter gefördert werden – mit der Hydraulic-Fracturing-Methode. Dabei würden in den unterirdischen Lagerstätten feine bis zu 300 Meter lange Risse im Gestein erzeugt, damit das Erdgas leichter fließen kann. Die Lagerstätte erstrecke sich von der Bohrung Düste Z10 in Richtung Rödenbeck. Die Bohrung begann am 4. Januar und dürfte noch etwa drei bis vier Monate fortgesetzt werden. Im Sommer möchte die Wintershall dann – nach den entsprechenden Genehmigungen – mit der Frac-Arbeit beginnen und in diesem Herbst den Fördertest starten. Derzeit sei man in einer Tiefe von gut 2000 Metern angelangt.

Für die Sicherheit der Bohrung und der Abdichtung verwende die Wintershall laut Liermann bei Düste Z10 900 Tonnen Stahl und 300 Kubikmeter Zementschlamm.

Die Besucher dieser Informationsveranstaltung stellten im Anschluss überwiegend Fragen zur Fracturing-Methode. So ging es um die fachgerechte Entsorgung der Fracturing-Flüssigkeit, deren Additive erst noch festgelegt werden müssten. „Wir werden alles noch vor der Anwendung im Internet präsentieren, wenn uns klar ist, welche Zusätze wir mit der Flüssigkeit (98 Prozent Wasser) unter einem Druck von bis zu 700 Bar in 4 500 Meter Tiefe pressen werden“, so Joachim Pünnel. „Allein aufgrund dieses enormen Drucks bricht dort das Gestein, nicht durch Explosionen.“ Die Aufsicht werde jederzeit durch das Bergamt gewährleistet, das angemeldet und unangemeldet die Arbeiten begleite.

Wie geht es weiter, wenn Wintershall dort fündig wird, wollte ein anderer Zuhörer wissen.

„Dann ist der Standort in Barnstorf die nächsten 25 bis 35 Jahre gesichert, deshalb ist das Projekt für uns auch so wichtig“, meinte Pünnel, der auch darauf hinwies, dass die Winters hall hier offensiv mit den Planungen in die Öffentlichkeit gehe, um Ängste, die unbegründet geschürt werden, abzubauen. „Bei uns steht Sicherheit ganz oben.“ · up

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