Diepholz - Vielen jungen Menschen fehlt die funktionierende Familie. Der Vater, der Opa, den man fragen kann, die verlässlich da sind und mit Lebenserfahrung helfen können – auch nach der Schule beim Berufsstart. Hier sollen „Job-Mentoren“ helfen: Ein neues Projekt der „RazzFazz“-Jugendberufshilfe des Diakonischen Werkes.

© Foto: Jansen
Stellten ihr gemeinsames Projekt „Job-Mentoren – Patenschaft für junge Menschen“ vor: Doris Gronwald (Jugendberufshilfe/Fachdienst Jugend beim Landkreis Diepholz), Bodo von Bodelschwingh (Jugendberufshilfe „RazzFazz) und Kerstin Nicolaysen („Pro Aktiv Center“ beim Landkreis Diepholz). Links: Hans-Jürgen Waschke, Sozialarbeiter im Diakonischen Werk. ·
„Begleitung in die Zukunft – Patenschaften für junge Menschen“ ist das Motto. Für das Projekt werden Menschen gesucht, die Interesse an ehrenamtlicher Arbeit mit jungen Erwachsenen aus oft schwierigem sozialem Umfeld haben, die sich regelmäßig – mindestens einmal in der Woche – fest Zeit nehmen, um mit „ihrem“ Jugendlichen („Mentee“) Lösungen zu finden und umzusetzen.
Am Donnerstagabend stellten Projektleiter Bodo von Bodelschwingh (Jugendberufshilfe „Razz Fazz“), Doris Gronwald (Jugendberufshilfe/Fachdienst Jugend beim Landkreis Diepholz) und Kerstin Nicolaysen („Pro Aktiv Center“ beim Landkreis Diepholz) die Aktion im Haus des Diakonischen Werkes an der Hinterstraße vor.
Bei der Vorstellung waren auch Vertreter des Vereins Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB, Barnstorf), der neuen Freiwilligen-Agentur Diepholz (Agenda- 21-Förderverein), des Lions Clubs Grafschaft Diepholz sowie Manfred Albers (Förderschullehrer in Freistatt und Diepholzer Ratsherr) dabei. Sie äußerten Interesse an der Unterstützung des Projektes.
Alle an einem Engagement als Mentor Interessierten werden zu einem Einführungs-Seminar – voraussichtlich am Mittwoch, 22. Februar, spätnachmittags – ins Diakonische Werk eingeladen.
Wer teilnehmen möchte oder Fragen zu dem Mentoren-Projekt hat, kann sich an die Projektleitung per Telefon (05441/545455) oder per E-Mail (info@razzfazz-dh.de) wenden.
Bodo von Bodelschwingh berichtete von der erfolgreichen Arbeit von Mentoren, die sich schon im Vorfeld engagierten. So wurden mit Jugendlichen beispielsweise Prüfungssituationen geübt oder Ausbildungsplätze gesucht. „Bei Ausbildungsbetrieben kommt es gut an, wenn die Jugendlichen von Mentoren betreut werden“, sagte Bodo von Bodelschwingh, „das erhöht ihre Chancen.“
„In fachlichen Fragen helfen wir“, betonte Doris Gronwald. Die Mentoren sind als private Unterstützer da, als verlässliche Partner für die Jugendlichen, die Probleme haben, „aus der Bahn“ geraten waren – und nun aber eine Ausbildung anstreben. Die Mentoren sollen sich monatlich zum Erfahrungsaustausch im Diakonischen Werk Treffen. Dort sind auch die Treffen zwischen Mentor und Mentee.
Die Jugendberufshilfe „RazzFazz“ gibt es seit 1998. Etwa 1000 Jugendlichen habe die Einrichtung laut Bodo von Bodelschwingh seitdem auf ihrem Weg ins Ausbildungs- und Berufsleben geholfen. · ej
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