025.03.10|Diepholz|Diepholz|
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Diepholz - REGION DIEPHOLZ (ej) · Er muss Hunde und Katzen hassen: Ein Unbekannter vergiftet diese Tiere in der Region. Vier Fälle in Diepholz und zwei in Wagenfeld sind bei der Polizei angezeigt worden. Eine weiterer Gift-Köder wurde in Wetschen ausgelegt. Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Fahndung nach dem skrupellosen Tierquäler.
Die Dunkelziffer von Hunde- und Katzenvergiftungen scheint weitaus höher zu liegen als die bekannten Fälle, berichtete gestern die Polizei Diepholz.
Bekannt ist, dass schon im November letzten Jahres in Diepholz ein Hundehalter aus dem Danziger Weg Vergiftungserscheinungen bei seinem Tier feststellte. Nur durch rechtzeitiges Aufsuchen eines Tierarztes konnte der Hund letztendlich wieder gesund werden.
Der selbe Hundehalter entdeckte einige Zeit später tote Fische im Bereich Kohlhöfen/Am Markt (wir berichteten). Eine Untersuchung ergab, dass die Fische mit Gift präpariert waren. Möglicherweise trifft dieses auch auf mehrere Dosen Katzenfutter zu, die zuvor in diesem Bereich entdeckt worden waren.
Ende 2009 verendete ein Hund im nahe gelegenen Scheurenkamp in Diepholz an inneren Verletzungen, weil er zu einem Knödel geformtes Trockenfutter gefressen hatte, das nicht nur mit Gift, sondern sogar noch mit Glassplittern versetzt war.
Bereits Ende Oktober 2009 war im Diepholzer Wohngebiet Dustmühle eine Burmakatze verendet, die mit Rattengift in Kontakt gekommen war. Im nahen Bereich Dustmühle-Nord überlebte ein Kater Ende Dezember nur knapp, nachdem er Rattengift gefressen hatte.
Letztes Wochenende (wir berichteten) wurde an der Römling straße ein mit Rattengift versetzter Köder ausgelegt, den ein Spitz-Mischling fraß. Der Hund musste – schwer leidend – in eine Tierklinik gebracht werden.
In Wetschen verendete ein Hund – vermutlich ebenfalls an einem vergifteten Köder. Das Tier zeigte vergiftungstypische Symptome und konnte nicht mehr gerettet werden.
In Wagenfeld sind laut Polizei zwei Fälle bekannt geworden, bei denen die Hunde ebenfalls Symptome einer Vergiftung zeigten.
In einem Fall nahm Mitte Februar im Bereich der Straße Am Friedhof ein Hund durch einen ausgelegten Köder Rattengift auf.
In der Straße Pastorenkamp fand ein Anwohner ein Stück Fleisch im Garten: Der Rest des vergifteten Köders, den sein Hund gefressen hatte. Dieser Köder war einem Insektenvernichtungsmittel versetzt.
In beiden Fällen konnte ein Tierarzt noch rechtzeitiges helfen. Die Hunde drohten in beiden Fällen innerlich auszubluten.
Die Polizei: „Dies konnte letztlich nur durch kostenträchtige Maßnahmen abgewendet werden. Letzteres gilt im Übrigen auch für alle Tierhalter, die es mit ihrem Haustier noch rechtzeitig zum Tierarzt schafften. Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich insgesamt auf mehrere tausend Euro belaufen.“
Die Polizei ist in ihren laufenden Ermittlungen dringend auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen und fragt in diesem Zusammenhang:
Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht und kann sachdienliche Hinweise auf einen (oder auch mehrere) mögliche(n) Urheber der ausgelegten Giftköder geben?
Die Polizei bittet zudem Personen, deren Haustier ähnlich Übles widerfahren ist, dieses anzuzeigen.
Die Polizei-Inspektion Diep holz ist unter Tel. 05441/9710 und die Polizeistation Wagenfeld unter Tel. 05444/994200 zu erreichen.
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