Diepholz - Offensichtlicher Pfusch im Diepholzer Bahnhofstunnel: Wasser dringt an der Nahtstelle zwischen Betonwanne und Decke ein, läuft die Wände herunter auf Fußweg, Radweg und Fahrbahn – und bildet dort bei Frost gefährliche Eisflächen. Die Stadt Diepholz ist sauer und hat erstmal eine provisorische Lösung geschaffen.

© Foto: Jansen
Wasser dringt nach wie vor in den Bahnhofstunnel ein. Die Stadt hat provisorisch Rinnen angebracht. ·
Mitarbeiter des Bauhofes brachten jetzt an den drei Stellen an der Wand, wo insbesondere nach Regen am meisten Wasser herausfließt, Rinnen an, so dass der Boden trocken bleibt – und jetzt im Winter kein Glatteis entsteht.
Der Mangel ist schon länger bekannt. Die Stadt verweigerte deshalb vor einigen Monaten die endgültige Abnahme des Tunnels. Und sie zahlte auch nicht die letzte Rate an die Bahn.
Dem Vernehmen nach hat die Firma beim Bau der Tunneldecke Fehler gemacht. Das Vorgehen beim Gießen des Betondecke und der Installation auf der Wanne habe zu den Undichtigkeiten an den Nahtstellen auf beiden Seiten geführt. Die Betonwanne des Tunnels sei hingegen dicht.
Der Grundwasserspiegel ist im Bereich des Bahnhofs sehr hoch. Insbesondere nach Regen dringt Wasser in den Tunnel ein. Eine Lösung des Problems ist noch nicht in Sicht.
Der Bahnhofstunnel war im Oktober 2010 für den Verkehr freigegeben worden. Danach hatte es immer wieder Probleme gegeben – unter anderem mit dem Aufzug, der sogar bundesweit Schlagzeilen machte.
Der Bau des Tunnels hatte 18 Monate gedauert. Die gesamten Baukosten für Tunnel und Bahnhofsbereich betrugen rund 13 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt Diepholz liegt unter Berücksichtigung von Zuschüssen 2,56 Millionen Euro. · ej
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