Diepholz - Ältere werden sich noch an den Absturz der Phantom der Royal Air Force mit dem Kennzeichen XV418 am 11. Juli 1980 erinnern. Dabei kamen Pilot Richard Andrew John Mott und Navigator Ian Michael Johnson im benachbarten Brägel ums Leben.

© Foto: Merk
Rainer Pfeil (oben im fdd-Tower am Lehmder Damm) sorgte dafür, dass die Tochter eines vor 32 Jahren abgestürzten Piloten der englischen Luftwaffe nähere Informationen zum Tod ihres Vaters erhielt. ·
Simon Morris, früherer Phantom-Pilot der englischen Luftwaffe, machte sich nun an die Arbeit, um die Geschichte dieses Absturzes zu erforschen. Behilflich war ihm dabei Rainer Pfeil aus Darlaten, der dem Aero-Club Diepholz angehört und in Diepholz schon einige Male die Ausstellung „Historische Luftfahrt“ vorbereitet hatte.
Morris teilte dazu auf Anfrage mit, dass die Tochter des Navigators die ersten Erkenntnisse im Internet (http://www.92squadron.com) gefunden hatte und nun weitere Informationen dazu wünschte. Sie war seinerzeit noch ein Baby, sah ihren Vater niemals. Ihre Mutter hatte sich immer geweigert, über den Unfall zu sprechen. Morris konnte helfen und sandte ihr einige Details über ihren Vater und Erinnerungen von Menschen, die noch kurz vor dem Absturz mit ihm zusammen waren. Unter anderem schrieb er ihr: „Am 11. Juli 80, stürzte XV418 in der Nähe von Diepholz ab. Flt Lt Richard Andrew John Mott und Flt Lt Ian Michael Johnson wurden beide getötet.“
Das Flugzeug stürzte laut Morris ab beim Filmen von „Man Alive“. Die Besatzung war gebeten worden, für die Dreharbeiten verschiedene Dinge auszuprobieren. Bei einer 270-Grad-Rolle verlor sie die Kontrolle über die Maschine, die Nase war zu niedrig und die Phantom zerschellte auf dem Boden.“
Am folgenden Tag, so Simon Morris, war das ganze Geschwader wieder professionell und flog in einer Neuner-Formation an der Absturzstelle vorbei.
Über unsere Zeitung erhielt Rainer Pfeil nähere Informationen von der Oldenburgischen Volkszeitung in Vechta, die ihm die Zeitungszeite, in der groß über den Absturz berichtet wurde, zusandte.
Die Hilfe verband Rainer Pfeil mit der Bitte an Simon Morris, ihm bei der Suche nach technischen Ausbildungsfilmen der deutschen Luftwaffe bis 1945 behilflich zu sein. Pfeil glaubt, dass etliches Filmmaterial als Beutegut Ende des Zweiten Weltkrieges nach England gelangt sein könnte. Pfeil möchte eventuell noch vorhandene Filme verwenden für seine Fliegerfilmtage im März und November im „Café Weitblick“ am Lehmder Damm. Nächster Filmtag ist am Sonnabend, 17. März, ab 10 Uhr. Bei freiem Eintritt werden bei dieser Veranstaltung unter anderem präsentiert Werks-, Forschungs- und Ausbildungsfilme sowie privat gedrehte Filme von Piloten. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 05763 2522 (Rainer Pfeil). Näheres im Internet unter http://www.historischeluftfahrt.de. · up
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