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Grünen-Landtagsfraktionssprecher: Gespräche zur Zukunft des Fliegerhorstes

Das Land soll helfen

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Diepholz - Das Land soll den Kommunen helfen, die vom Abzug der Bundeswehr betroffen sind – wie Diepholz. Deshalb fordert der Grünen-Landtagsabgeordnete Enno Hagenah, wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion in Hannover, die vor sechs Jahren von der schwarz-gelben Landesregierung abgewickelte Landesentwicklungsgesellschaft wieder neu zu schaffen.

Grünen-Besuch gestern Mittag in der Diepholzer Redaktion unserer Zeitung: (von links) Enno Hagenah, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, das Diepholzer Ortsverbands-Vorstandsmitglied Wolbert Schnieders-Kokenge, Grünen-Mitglied Hajo Wittich und Ratsfraktionsvorsitzender Andreas Pawelzik. ·

© Foto: Jansen

Grünen-Besuch gestern Mittag in der Diepholzer Redaktion unserer Zeitung: (von links) Enno Hagenah, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, das Diepholzer Ortsverbands-Vorstandsmitglied Wolbert Schnieders-Kokenge, Grünen-Mitglied Hajo Wittich und Ratsfraktionsvorsitzender Andreas Pawelzik. ·

Hagenah will den Diepholzer Grünen mit seinen Erfahrungen bei bereits realisierten Projekten der „Konversion“ (Umwandlung von militärischen in zivile Objekte) zur Seite stehen. Er war gestern zu Gesprächen rund um das Thema Bundeswehr-Reduzierung in Diepholz.

Auf dem Fliegerhorst sprach Hagenah zunächst mit dem Standortältesten und Regimentskommandeur Oberst Stefan Lüth und Günter Post vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Oldenburg, der die Seite der zivilen Mitarbeiter vertrat. Vertreter der Diep holzer Grünen begleiteten den Landtagsabgeordneten.

Das Hauptproblem beim geplanten Abzug der Luftwaffe aus der Kreisstadt ist der noch nicht bekannte Zeitraum. Auch Oberst Lüth wollte sich nicht festlegen, wie viele Jahre das dauern könne. Der Regimentskommandeur betonte, dass die Einsatzbereitschaft stets gewährleistet sein müsse.

„Immobilienverwaltung und Bund müssen Flexibilität zeigen“, forderte Enno Hagenah: Bereiche des Fliegerhorstes, die nicht mehr gebraucht würden, müssten schon vor einer Standortschließung nach und nach von der Stadt zu kaufen sein, um sie als Gewerbeflächen anbieten zu können.

Der Diepholzer Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann erklärte in einem anschließenden Gespräch mit den Grünen-Vertretern, dass die Stadt bereits jetzt Bedarf an neuen Gewerbeflächen habe. Zu wissen, dass in einigen Jahren große Teile des Bundeswehrgeländes zur Verfügung stehen könnten, die auch noch über eine gute Infrastruktur verfügen, erschwert heutige Entscheidungen.

Enno Hagenah riet dazu, in nächster Zeit mit Neuausweisungen von Gewerbefläche zurückhaltend zu sein. Das rechtzeitige Engagement für die Planung der Fliegerhorst-Zukunft begrüßte er – ebenso das Bemühen der Stadt, die Bahn anbindung in ihren Besitz zu bekommen, denn dieser werte das Gelände bei einer späteren Nutzung auf.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion forderte, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bei der Vermarktung von Bundeswehrgelände nicht nur auf das Erzielen maximaler Erlöse setzt, sondern der Stadt preislich entgegenkommt.

Grünen-Politiker Enno Hagenah stellte bei einem abschließenden Besuch der Diepholzer Redaktion unserer Zeitung den Sinn des Umzugs der Luftwaffe mit der Hubschrauberwerft von Diepholz nach Schönewalde/Holzdorf in Brandenburg grundsätzlich in Frage. Für ihn sei diese im Oktober gefällte Entscheidung „unplausibel“. · ej

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