Diepholz - Schulterfrei. Tief dekolletiert. Mal atemberaubend kurz, mal elegant lang, stark Figur betont, farbenfroh: Die Frauen hatten sich wirklich schick gemacht und verliehen dem Ball des Schützenkorps Diepholz am Sonnabend im Soldatenheim „Haus Herrenweide“ den rechten Glanz.

Mit der Polonaise wurde der Schützenball des Korps im Soldatenheim „Haus Herrenweide“ in Diepholz eröffnet. ·
Die Männer, vorwiegend in (Schützen-)Grün, mussten sich da schon eher mit der Rolle der grauen Maus begnügen.
Outfit hin, Outfit her: Alle fast 300 Besucher – das ist ein neuer Rekord! – hatten neben dem Wintermantel auch ihre schlechte Laune an der Garderobe abgegeben, um das neue Schützenjahr mit Schwung zu begrüßen – so, wie sich das König Rainer I. (Peters) mit Königin Rita, das Kommando mit Heinrich (Heino) Wiegmann an der Spitze sowie Jugendkönig Steffen I. (Tiemann) gewünscht hatten.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Nach der obligatorischen Polonaise hieß Wiegmann die gekrönten Häupter willkommen. Die Abordnung des Brudervereins, den 53ern, wurde vom Königspaar Waltraud und Heiko Lange sowie Präsident Uwe Schwegmann angeführt.
Die Willenberger pflegen auch mit der 16. Kompanie „Landwehrstraße“ des Schützenvereins Lohne freundschaftliche Kontakte. Die Südoldenburger nahmen zum dritten Mal am Schützenball des Korps teil.
Heinrich Wiegmann hieß außerdem Bürgermeister Dr. Thomas Schulze sowie den Ratsherrn Ingo Estermann willkommen. Er bedanke sich bei der Königs-Kompanie, also den Willenbergern, für die tolle Ausschmückung des Saales.
Und eben diese Kompanie servierte – ganz zur Überraschung des Königspaares - zu abendlicher Stunde ein „Frühstück bei Peters“, angelehnt an die preisgekrönte NDR-Comedy-Serie „Frühstück bei Stefanie“. In Steffis Stehtisch-Bistro („Machst mir mal Mettbrötchen?“) hatten Christa Kettler, Frank Sander, Christian Alscher und Claus Pieper „mit trockenen Kommentaren, deftigem Humor und leckeren Missverständnissen“ die Lacher auf ihrer Seite. Kostprobe: Rätsel-Opa: „Ich brauche ein Paradies für Grünröcke mit neun Buchstaben. Der zweite ist ein „ü“. Rainer (Peters): „Lüdersbusch“. Rita (Peters): „Nee, nix da, Lüdersbusch – Müntepark“. Opa: „Genau, Müntepark, das passt.“
Bekanntlich wird das Schützenfest in diesem Jahr zum ersten Mal in der Stadt und nicht auf Lüdersbusch gefeiert werden. Ein Thema, über das auch an diesem Abend diskutiert wurde.
Für gute Stimmung bis in die Morgenstunden sorgte mit flotter Tanzmusik die gut aufgelegte Top-Band „Rocktools“ aus Hannover. Die Vollblutmusiker traten auch schon bei solchen Größen wie „Manfred Mans Earth Band“, „Fury in the Slaughterhouse“ und den „Scorpions“ als Vorband auf. Sie spielen auch beim 50. Dümmerbrand im August in Lembruch.
Um eine reichhaltige Tombola hatten sich Werner David und Peter Eigner gekümmert. Zum Gelingen des Balls, der sich zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Ereignis in der Kreisstadt gemausert hat, trug auch das Team vom „Haus Herrenweide“ bei. Dort steigt übrigens am 3. März der nächste Schützenball. Dann sind die 53er an der Reihe. Das Korps ist – in alter Verbundenheit - mit dabei! · rdu
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