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Anlieger protestieren weiter gegen Pläne von gs agri und GAR / Vereinsgründung

Bürger zeigen sich kampfeslustig

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Von Dieter NiederheideFAHRENHORST/NORDWOHLDE · Geruchsbelästigung und Müllberge befürchten die Anwohner der Gesellschaft für Abfall und Recycling (GAR) an der Kätinger Heide ebenso wie die Fahrenhorster Bürger, die gegen eine Ansiedlung der landwirtschaftlichen Genossenschaft „gs agri“ an der B 51 protestieren.

A. Adamietz ·

© Foto: nie

A. Adamietz ·

Und sie lassen nicht locker: Am Mittwochabend haben sie im Fahrenhorster Gasthaus „Zur Linde“ den Verein „Bürgerinitiative für Landschafts- und Umweltschutz Nordwohlde/Fahrenhorst“ gegründet.

60 Männer und Frauen aus Nordwohlde und Fahrenhorst folgten der Einladung von Manfred Klotz und Rainer Faller von der Bürgerinitiative, 40 wurden Mitglieder. Erster Vorsitzender ist der Großhandelskaufmann Jürgen Frinker (61) aus Fahrenhorst. Ihn unterstützen sein Stellvertreter Uwe Hartmann (Kätingen), Schatzmeister Friedrich W. Bösche und Schriftführerin Jutta Eiben Bösche (beide Fahrenhorst).

Frinker betonte, der Verein wolle öffentlichkeitswirksam arbeiten und hoffe auf Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit sowie die Eintragung beim Amtsgericht. „Der Zerstörung der Landschaft muss Einhalt geboten werden“, betonte er. Ferner müsse Lärm reduziert und die Ausweitung des Gewerbegebietes verhindert werden, ergänzte Frinker. „Nur, wenn wir gemeinsam weitermachen, schaffen wir was“, war Faller überzeugt. Als Verein habe man ein größeres Gewicht. Es müsse alles getan werden, damit die Situation in der Umgebung nicht noch schlechter werde, betonte er. Daher wolle der Verein die GAR weiter beobachten. Auch das Vorgehen des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes in Hannover wollen Frinker und seine Mitstreiter unter die Lupe nehmen. Rechtliche Schritte schloss er nicht aus.

Klotz rief den Teilnehmern in Erinnerung, dass die Gewerbeaufsicht die Ausweitung der GAR-Anlage genehmigt habe. Am Anfang sei von 6 bis 16.30 Uhr gearbeitet worden, inzwischen wäre es rund um die Uhr der Fall. Die Umwandlung in ein Gewerbegebiet würde der GAR im Hinblick auf ihre Erweiterung gut zu passe kommen, stellte Klotz fest.

Mit dabei war auf Einladung des Vereins auch Axel Adamietz, Fachanwalt für Verwaltungs- und Umweltrecht. „Wenn sich keiner kümmert, machen Behörden und Firmen, was sie wollen“, sagte er. Er riet den Mitgliedern, sich nicht so abspeisen zu lassen. „Ich kann verstehen, dass sich die Bürger wehren und fragen, welche Regeln bestehen und ob diese eingehalten werden. Wenn anfangs der Betrieb von 6 Uhr bis gegen 16.30 Uhr arbeiten durfte und jetzt 24 Stunden, dann ist das schon eine wesentliche Veränderung.“

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