Asendorf - Einen Haushaltsplan mit einem Minus von voraussichtlich 55 400 Euro verabschiedeten die Politiker des Asendorfer Gemeinderats am Dienstagabend im Gasthaus „Uhlhorn“. Mit Blick auf die Finanzplanung für die kommenden beiden Jahre ist das Loch aber kein Problem. Die Gemeindehaushalts- und Kassenordnung erlaubt den Ausgleich innerhalb von drei Jahren, und das gelingt.
Ein Plus von 32 300 Euro hat Kämmerer Andreas Schreiber für den Haushalt 2013 errechnet, 62 900 Euro sollen es 2014 sein. Grundlage dieser Zahlen ist die Novembersteuerschätzung, die der Gemeinde für die Zukunft üppige Einnahmen verheißt. Demnach würde der Anteil Asendorfs an der Einkommensteuer im kommenden Jahr von 776 000 Euro auf 827 000 Euro steigen. Für 2014 stehen 875 000 Euro im Plan, ein Plus von fast 100 000 Euro gegenüber dem status quo.
Bei der Gewerbesteuer würden 303 000 Euro im kommenden und 314 000 Euro im Jahr 2014 fließen. Im Haushaltsplan dieses Jahres sind 292 000 Euro ausgewiesen.
Gleichwohl mahnte Joachim Dornbusch (Grüne) für die kommenden Jahre mehr Kreativität bei der Gestaltung der Haushalte an. „Jeder muss sich Gedanken machen“, sagte Dornbusch und ging mit gutem Beispiel voran. Der Grünen-Chef könnte sich eine andere Organisation des von der Gemeinde finanzierten Kindergarten-Fahrdienstes vorstellen, ohne diesen in Frage zu stellen. „Wie wäre es mit einer Eltern-Initiative ?“, fragte Dornbusch.
Eine Einstellung des Fahrdienstes wäre weder mit Bürgermeister Wolfgang Heere (Freies Bündnis) noch mit SPD-Ratsfrau Nicole Uhde zu machen. „Ich warne davor, bei den Kindern zu sparen“, sagte Uhde. „Wir „Nicht bei den
Kindern sparen“
haben in Asendorf überdurchschnittlich viele Familien mit drei oder vier Kindern. Das ist doch das, was wir wollen.“ Heere verwies auf die große Fläche Asendorfs und dem damit verbundenen Problem einiger Eltern, ihre Sprösslinge ohne den Fahrdienst zum Kindergarten zu bringen: „Die Zeiten, in denen jeder Haushalt zwei Autos hat, sind vorbei.“ Generell warnte Wolfgang Kolschen (Freies Bündnis) davor, die freiwilligen Ausgaben herunterzuschrauben. Dies schwäche den Standort Asendorf, und als Folge würden die Steuereinnahmen wegbrechen.
Kritischer gucken die Grünen künftig darauf, welche Straßen die Gemeinde mit Zuschüssen des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) ausbaut. Dornbusch: „Eine Straße erneuern, und hinterher steht dort ein Schweinestall, das tragen wir nicht mit.“
Neben der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommensteuer spülen die Konzessionsabgaben (111 600 Euro), die Umsatzsteuerbeteiligung (61 000 Euro) sowie die Grundsteuern A und B (464 000 Euro) Geld in das Gemeindesäckel. An Kreisumlage zahlt Asendorf 674 500 Euro, an Samtgemeindeumlage 536 900 Euro. Der Zuschussbedarf für den Kindergarten steigt von 175 100 auf 201 400 Euro. Erfreulich: Bei den liquiden Mitteln legt Asendorf um 46 800 Euro zu und hat damit zum Ende des laufenden Jahres fast 300 000 Euro auf der hohen Kante. · ah
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