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Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Noel Hauke am 10. März in der Schwarmer Schule

Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Noel Hauke am 10. März in der Schwarmer Schule

Gemeinsam für Noel und andere

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Schwarme - Von Andreas Hapke.  Ganz Schwarme, so scheint es, nimmt Anteil an dem Schicksal des kleinen Noel Hauke. Der Siebenjährige leidet an einer besonders aggressiven Form der Leukämie (Blutkrebs). Nur ein Stammzellenspender kann sein Leben retten. Deshalb rufen die Schwarmer für Sonnabend, 10. März, 10 bis 16 Uhr, zu einer großen Typisierungsaktion in der Grundschule auf.

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Der kranke Noel  hofft auf die Hilfe der Menschen aus Schwarme und Umgebung.

Noel ist der Enkelsohn des Schwarmer Ehepaars Marion und Detlef Hauke. Mit seinen Eltern Ramona und Andreas Hauke lebt er in Alamogordo im US-Staat New Mexiko – dort, wo sein Vater für die Bundeswehr als Fluglehrer arbeitet. Seit dem 22. Dezember ist in dem Leben der Familie nichts mehr so, wie es früher war. „Hauke ist umgekippt, seine Eltern sind mit ihm zum Arzt gefahren, und noch am selben Tag wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert“, berichtet Opa Detlef Hauke. Mit einem Rettungshubschrauber kam der kleine Junge in die Klinik in El Paso (Texas). Dort liegt er zurzeit auf der Intensivstation.

Zwei schwere Chemotherapien und viele Infusionen hat der Sprössling über sich ergehen lassen müssen. „Er ist jetzt stabil“, sagt Oma Marion Hauke. Allerdings noch nicht so stabil, dass er in die Medizinische Hochschule in Hannover verlegt werden kann. Über sein Befinden gibt der Kleine im Internet auf http://hilfe-fuer-noel-hauke.de/noel.html Auskunft. „Heute fühle ich mich etwas besser und wacher. Der größte Teil der Chemo ist vorerst vorbei und bis Mittwoch gibt es nur noch kleine Spritzen“, heißt es in dem letzten Eintrag vom 30. Januar. „Dann habe ich ein paar Tage ohne Chemo. Ich fühle mich etwas übel und mag darum kaum was essen. Aber ich liebe es, mit meinem Lego Ninjago zu spielen, das ist cool. Heute Nachmittag werde ich dann noch kurz spazieren gehen. Der Doktor erzählte mir heute, dass ich vielleicht Ende Februar schon nach Deutschland fliegen darf, wenn alles ok ist. Ich kann es kaum erwarten, alle Omas und Opas wiederzusehen.“

„Es ist gigantisch, wie stark Noel ist“, sagt Frank Tecklenborg, der die Öffentlichkeitsarbeit für die Typisierungsaktion übernommen hat. Ihn hatte Detlef Hauke um Hilfe gebeten, und schon wenige Stunden später hatte sich ein Organisationsteam gebildet. Dem gehören neben Tecklenborg als Vertreter der Feuerwehr Inge Fischer vom Förderverein der Grundschule, Grundschulleiterin Christine Grimpe, Günther Bode als verantwortlicher Arzt der Typisierung und Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg als Schirmherr an. Letzterer stellt fest: „Wir haben eine funktionierende Dorfgemeinschaft.“ Als Teil davon versteht sich auch der Gewerbeverein aus Schwarme, der seine Mitgliedsbetriebe und deren Mitarbeiter zur Teilnahme aufruft. „Wir wollen uns so gut es geht einbringen“, sagt Vorsitzender Gerald Meyer. Von einer großen Anteilnahme berichtet Detlef Hauke auch aus den USA: „Nach einem Fernsehaufruf kamen 300 Menschen, um Blut für die Infusionen zu spenden.“

In Schwarme laufen die Fäden bei Inge Fischer zusammen. „Wir benötigen 20 Personen, die befugt sind, Blut abzunehmen. 13 haben wir bereits, auch 18 von 44 Schreibern“, rechnet sie vor. Wer helfen will, kann sich bei ihr unter Tel. 04258/ 348 oder per E-Mail an fischer.inge@web.de melden. Das Team arbeitet am 10. März in zwei Schichten: von 10 bis 13 Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Für die Verpflegung sorgt das Ehepaar Hauke gemeinsam mit seinen Freunden und dem Kartenclub.

„Wir suchen in Deutschland nach einem Spender, weil die Aussicht auf Erfolg bei Mitteleuropäern größer ist“, sagt Detlef Hauke. Sollte sich ein Stammzellenspender finden und Noel nicht transportfähig sein, müsste die Transplantation in den USA über die Bühne gehen. Übrigens: Auch für den Fall, dass sich bis zum 10. März über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ein passender Spender gefunden hat, wird die Aktion nicht abgesagt – gemäß dem Motto „Gemeinsam für Noel und andere“.

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