321.07.10|Bassum/Twistringen|Bassum/Twistringen|
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Bassum (al) · Es ist vollbracht: Gestern setzten Bürgermeister Wilhelm Bäker, der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, Jonny Otten sowie sein Vize Heinz Rösseler im Beisein eines Notars die Unterschriften unter den Grundstückskauf- bzw. Tauschvertrag über die Immobilie an der Lange Straße.

Bürgermeister Wilhelm Bäker (Mitte), Jonny Otten (rechts) und Heinz Rösseler haben gestern den Kaufvertrag über die Immobilie an der Lange Straße unterschrieben.
Die Konditionen wurden bereits im vergangenen Jahr ausgehandelt (wir berichteten). Der NWDSB überlässt der Stadt Bassum die bisherige Immobilie am Bramstedter Kirchweg und zahlt zudem 500 000 Euro, aufgeteilt in fünf gleiche Jahresraten. Die Stadt Bassum erhält zudem ein Nutzungsrecht für insgesamt fünf Veranstaltungen im Jahr, an maximal fünfzehn Tagen mit einer Laufzeit von 20 Jahren.
Am 1. Oktober wird der Schützenbund die Immobilie an der Lange Straße beziehen beziehungsweise mit dem Umbau beginnen können. Noch ist ein Teil der Halle vermietet, unter anderem an die Firma Videx. „Wir werden miteinander sprechen und schauen, wann wir den Platz benötigen“, so Otten.
Zu allererst werde nun ein Bauantrag für die gesamte Anlage gestellt. Der Umbau soll sich allerdings in mehrere Bauabschnitte unterteilen. Priorität haben die Errichtung des Verwaltungstraktes (Büro), die Toilettenanlage sowie der Bereich für das Luftgewehrschießen. Otten: „Unser Ziel ist, im kommenden Jahr in Bassum die Landesmeisterschaften auszutragen.“
In einem zweiten Bauabschnitt soll der Umbau der großen Halle für das Kleinkaliberschießen folgen, später für die Bogenhalle.
Wer die Gastronomie übernehmen wird, steht derzeit noch nicht fest. Otten: „Es macht Sinn, wenn das hiesige Gastwirte übernehmen. Wir werden eine Ausschreibung machen.“
Immer noch ist der Schützenbund auf der Suche nach Finanziers und Sponsoren. Die hiesigen Geldinstitute hätten eine Finanzierung aufgrund fehlender Sicherheiten abgelehnt, so Otten, fügt aber hinzu, dass der erste Bauabschnitt durch die Mitgliedsbeiträge gesichert sei.
„Ich bin zuversichtlich, dass sich durch den Vertragsabschluss eine Eigendynamik entwickeln wird und mehr Vereine auf unser Angebot einer Einmalzahlung eingehen werden“, so Otten. Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr wurde eine Beitragserhöhung von 1,50 Euro pro Kopf auf 20 Jahre beschlossen. Wer eine Einmalzahlung leistet, erhält Rabatt. Laut Otten hätten bisher wenige diese Möglichkeit genutzt. „Die meisten warten ihre Generalversammlung ab“, heißt es.
Die Immobilie am Bramstedter Kirchweg kann der Schützenbund noch bis zum Jahresende nutzen. Dann übernimmt die Stadt das Objekt. „Wir werden uns nun über die zukünftige Nutzung Gedanken machen“, erklärte Bäker. Er könne sich dort eine Unterkunft für Obdachlose vorstellen. Das derzeitige Objekt an der Syker Straße 90 sei baufällig.
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