003.05.11|Bassum/Twistringen|Bassum/Twistringen|
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Twistringen - Von Theo WilkeNein, nervös oder aufgeregt sei sie am Morgen nicht gewesen, erzählte die Twistringerin. Sie freue sich auf die neue Herausforderung. Gestern hatte die neue Erste Stadträtin im Rathaus, Birgit Klingbeil, ihren ersten Arbeitstag. Mit Bürgermeister Karl Meyer besprach die 45-Jährige gleich die wichtigsten Aufgabenfelder und Themen für die nächste Zeit.

Unaufgeregt und fröhlich begann Birgit Klingbeil ihren ersten Arbeitstag im Twistringer Rathaus: „Ich freue mich auf diese Herausforderung.“ Bürgermeister Karl Meyer übergab der Ersten Stadträtin wichtige Papiere. ·
Fast wie abgesprochen, trafen der Bürgermeister und seine neue allgemeine Stellvertreterin gegen 8 Uhr vor dem Rathaus ein. Ein Handschlag zur Begrüßung, ein Willkommensgruß an der neuen Arbeitsstätte, und schon rief die Arbeit. Die seit 1997 in Twistringen lebende Diplom-Verwaltungswirtin wird in den kommenden acht Jahren ihrer Wahlbeamten-Zeit für Twistringen die Schwerpunktfelder Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing „beackern“. Am Morgen ging es schon um Themen wie Breitbandverkabelung, Energieversorger und Fördermöglichkeiten, um Ganztagsschule, Straßenbeleuchtung und auch Neubau der Kinderkrippe an der Steller Straße.
Am Nachmittag wurden mit den Fachbereichsleitern im Rathaus die weiteren herausgehobenen Aufgaben der Ersten Stadträtin besprochen, die die Nachfolge von Karl-Heinz Stöver antritt. Sein altes und somit Birgit Klingbeils neues Büro, gleich neben dem des Bürgermeisters, wirkte gestern noch so leblos. Leere Regale und Schrankfächer. „Das bleibt nicht lange so“, versprach die 45-Jährige, die verstärkt auch mit der städtischen Kulturbeauftragten Katja Bischoff zusammenarbeiten wird.
Bürgermeister Meyer umriss, wie er sich die zukünftige Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden vorstellt: „Wir müssen stärker auf die Unternehmen zugehen und uns mehr, auch mittel- und langfristig, mit den Firmen austauschen.“ Meyer begrüßte sehr die neu strukturierte Werbegemeinschaft als „Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen“ (GUT). In der Vergangenheit habe die Stadt ja mehr mit dem Einzelhandel zu tun gehabt. Aber das produzierende Gewerbe, Dienstleister und weitere Bereiche seien der Stadt ebenso wichtig.
„Wir müssen zeigen, dass wir unsere Unternehmen wahrnehmen und wertschätzen, und nicht mit Blick auf die Gewerbesteuereinnahmen“, betonte der Bürgermeister. Es gehe hier um gute Partnerschaft und gemeinsame Projekte.
Birgit Klingbeil ergänzte: „Der Mittelstand stärkt schließlich unsere Infrastruktur.“ Der Mittelstand schaffe Arbeitsplätze und biete Perspektiven. Meyer wieder: Die Stadt plane für die Wirtschaft, sie wünsche sich auch weiterhin einen Vertreter der „GUT“ im Ratsausschuss. Und die Erste Stadträtin werde intensiven Kontakt zu den Unternehmern pflegen. Klingbeil freut sich schon auf die Gewerbeschau Anfang Juni. Da wird sie reichlich Gelegenheit zu ersten Gesprächen haben.
Im Bereich Stadtmarketing möchte die Erste Stadträtin die Alleinstellungsmerkmale der Stadt herausarbeiten und stärken, damit „sich Twistringen wohltuend abhebt“. Die Kommune zeige eine positive demografische Entwicklung. Eine Stadt im ländlichen Bereich, die durch einen gesunden Mix gut aufgestellt sei.
Weil Stadtmarketing auch mit Kunst zu tun hat, wird sich Birgit Klingbeil um die Gestaltung des Rondells vor dem Rathaus kümmern. Mit Hilfe von Fördergeldern sollen auch die schon in 2010 diskutierten „Twistringer Säulen“ an der Lindenstraße das Profil Twistringens schärfen. Der Zuschussantrag liegt bei der Landesbehörde in Oldenburg. „Wir warten auf grünes Licht“, so gestern Karl Meyer.
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