Bassum - Seit Wochen ruht die Baustelle am Knotenpunkt B 51/B 61 in Bassum. Der letzte Schritt – die Asphaltdecke auftragen – scheint der schwerste zu sein.

© Foto: Wilke
Die Asphaltdecke am umgebauten Knotenpunkt B 51/B 61 wird erst nach dem 20. Februar aufgetragen. Erst dann ist das notwendige Material verfügbar. ·
Uwe Schindler, Geschäftsbereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Nienburg, rechnet erst ab dem 20. Februar damit, dass das zuständige Bauunternehmen die Arbeit wieder aufnimmt. Ursprünglich sollte die Maßnahme im Dezember beendet sein.
Im Januar hätten erst starke Regenfälle und nun frostige Temperaturen den Baufortschritt behindert, sagt Schindler. Bei feuchtem Erdreich bestehe die Gefahr, dass die Baustelle „auf gut Deutsch absäuft“.
Minusgrade machen es schwierig, das warme Mischgut sicher auf die Straße aufzutragen. Der schwarze Straßenbelag muss dampfend heiß verarbeitet werden – das wäre zurzeit nur mit einem beheizten Transporter möglich. Die Mehrkosten und das Risiko müsste die Baufirma tragen.
„Wir haben das
eng kalkuliert“
Warum die Baumaßnahme nicht wie geplant im Dezember 2011 abgeschlossen wurde, erklärt Jana Winkler von der Landesstraßenbehörde: „Wir haben das eng kalkuliert.“ Beim Aufbrechen der alten Asphaltdecke hätten die Arbeiter mehr Schäden entdeckt, als erwartet. Das bedeutete mehr Arbeit. Ab Mitte Dezember seien wegen der Witterung keine weiteren Baumaßnahmen möglich gewesen, sagt Winkler.
Leidtragende der Verzögerung sind die Osterbinder Straße und Eschenhäuser Straße. Dort ist die Verkehrsbelastung deutlich gestiegen, bestätigt Erich Feldermann, der als Mitarbeiter der Bassumer Verwaltung stets ein Auge auf die Straßen im Stadtgebiet hat. Das macht sich insbesondere an den Straßenrändern bemerkbar. Die zusätzliche Verkehrslast hat deutliche Spuren hinterlassen.
Ist also die nächste Baustelle schon absehbar? Nicht zwangsläufig, meint Erich Feldermann. Und wenn der Straßenbelag ausgebessert werden sollte, müsste die Stadt Bassum nicht die Kosten tragen. Schließlich ist die Eschenhäuser Straße eine Kreisstraße.
Feldermann kündigt an, in dieser Angelegenheit Kontakt zur Kreismeisterei und zur Landesstraßenbehörde aufzunehmen. · guf
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