Bramstedt - Von Frauke AlbrechtDie Bramstedter wünschen sich einen zentralen Dorfplatz, allen voran Ortsbürgermeister Helmut Zurmühlen. Er hat bereits vor längerer Zeit einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung der Stadt Bassum gestellt. Wunsch ist, den Glockenstuhl zu sanieren und die auf dem Nachbargrundstück stehende historische Feldscheune umzusetzen und zu erhalten.

© ksy
Der Glockenstuhl wird heute noch zur Verkündung wichtiger Anlässe geläutet.
Noch ist nichts entschieden, im Haushaltsentwurf 2012 sind zwar Mittel eingeplant, allerdings beginnen die Haushaltsberatungen erst am 12. Januar.
„Der Bramstedter Glockenstuhl ist abgängig, das Holz fault durch und muss saniert werden. Darüber haben wir bereits im vergangenen Jahr gesprochen“, erläutert Helmut Zurmühlen den Hintergrund. Im Rahmen der Überlegungen wurde von vielen Vereinen und Bramstedter Bürgern der Wunsch geäußert, in unmittelbarer Nähe des Glockenturmes einen Dorfplatz zu errichten, an dem die Bramstedter zusammenkommen können, der aber auch Ausflügler zu einer Pause animiert. So entstand die Idee, die benachbarte Durchfahrtsscheune in das Projekt zu integrieren.
„Ausgehend von der historisch wohl als sehr wertvoll zu betrachtenden Bramstedter Betglocke aus dem Jahre 1450, welche seinerzeit vor Ort gegossen worden ist und auch heute noch zu bestimmten Anlässen geläutet wird, besteht die Möglichkeit, auf dem angrenzenden Grundstück, das allerdings noch von der Stadt erworben werden müsste, einen Dorfplatz in der geographischen Mitte des Ortes zu schaffen“, heißt es in dem Antrag.
Angedacht ist, die alte Feldscheune abzubauen, umzusetzen und neu zu errichten. Ein Teil könnte als Unterstellmöglichkeit für Radwanderer dienen, die Durchfahrt eigne sich für kleine Veranstaltungen. „Sinnvoll wäre, Strom und eine Toilette zu installieren“, so Zurmühlen. „Wir haben in Bramstedt ja keine Kirche. Die Scheune wäre ideal, um mal einen Gottesdienst dort abzuhalten oder eine Taufe“, ist der Ortsbürgermeister überzeugt.
Die Eigentümerin des Gebäudes wäre nach Aussage Zurmühlens bereit, die Scheune abzugeben, sollte das Projekt realisiert werden. Allerdings müsste die Stadt das Grundstück des zukünftigen Standortes erwerben sowie Umsetzung und Wiederaufbau zahlen. Die Stadt habe bereits Fördermittel über Leader Wildeshauser Geest beantragt, allerdings noch keine konkrete Zusage erhalten. Die Dorfgemeinschaft sei bereit, entsprechende Eigenleistungen einzubringen.
Im Haushaltsentwurf sind 90 000 Euro eingeplant für die Umsetzung sowie 60 000 Euro, um das Grundstück zu erwerben. · al
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