Twistringen - Von Theo WilkeCentralplatz und Umfeld, Marktplatz und Randbereiche der B 51 haben für alle Beteiligten Vorrang.

© Foto: Wilke
Die Innenstadt muss attraktiver werden. Der Centralplatz steht ganz oben auf der Projektliste. ·
Die Zeit drängt indes, will die Stadt Twistringen rund 800 000 Euro als restliche Landesmittel aus der Städtebauförderung und 400 000 Euro Eigenanteil rechtzeitig verplanen und dringlichste Maßnahmen noch in 2013 umsetzen. Die Mehrheits-CDU wollte am Dienstagabend im Bauausschuss des Rates die Prioritätenliste aber noch nicht absegnen. „Wir brauchen noch Zeit, und wollen auch mit den Anliegern reden“, erklärte CDU-Sprecher Hubert Diephaus-Borchers. So sah es auch Fritz Wüppenhorst (FDP).
Bürgermeister Karl Meyer sowie Bündnisgrüne und SPD wirkten verwundert. Unter dem Vorsitz von Manfred Rickers (CDU), der sich enthielt, hatte der Bürgermeister mit Fachbereichsleiter Christian Gelhaus erläutert, dass Twistringen bis 2015 vom Land „ausgefördert“ werde. Seit 2001 seien in die Innenstadtsanierung rund 2,4 Millionen Euro geflossen – in die Langen- (708 000 Euro) und Georgstraße (473 000), Vechtaer Straße bis zum Kreisver-
CDU-Mehrheit braucht
noch mehr Zeit
Hier seien wichtige Akzente für die Stadtentwicklung gesetzt worden. Nun bewege man sich auf die Zielgerade, betonte Karl Meyer. Für die letzte Etappe stünden rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Thema habe sich der Bauausschuss zuletzt kurz vor Weihnachten beschäftigt. Im Kern ging es um Markt- sowie Centralplatz, Parkplatz Bahnhofstraße mit rückwärtiger Erschließung und Bahnhofsbereich sowie Straßenumgestaltungen. Beispielsweise: Brunnen-, Kirch- und Große Straße, außerdem verschiedene Querungshilfen.
Der Bürgermeister drängte am Dienstagabend auf eine rasche Entscheidung für die Prioritätenliste, um zeitnah Planungsaufträge vergeben zu können und Ende 2012 die Kostenberechnungen vorliegen zu haben.
Vor dem Hintergrund der 2011 gestarteten Stadtmarketingoffensive schlug die Verwaltung Central- und Marktplatz, jeweils mit den angrenzenden Straßen, und den B 51-Seitenraum vor. Hier habe man die Möglichkeit, „mit vielen Akteuren etwas Außergewöhnliches zu schaffen“ und die Innenstadt attraktiver zu machen. Mit der Gemeinschaft der Twistringer Unternehmen (GUT) habe man schon gesprochen. Deren Sprecher Christian Wiese: „Auf unserer Wunschliste steht der Centralplatz ganz oben.“ Kein Projekt werde soviel Außenwirkung haben.
Karl Meyer meinte, der Centralplatz müsse vorausschauend (mit Blick auf eine spätere Verlegung der B 51 aus der Stadt) als Gesamt-Ensemble beplant werden. Die Projekte sollten „in aller Breite und Tiefe“ diskutiert werden. Alle Bürger seien gefragt. Und: Es gebe schon potenzielle private Investoren, hieß es.
Hermann Niederwestberg (Bündnisgrüner) könnte sich auch eine Teilbebauung auf dem Centralplatz vorstellen. Damit konnte sich Fritz Wüppenhorst aber gar nicht anfreunden. Niederwestberg: Kirch- sowie Bachstraße („Ein kleines Idyll“) müssten aber mit beplant werden.
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