013.08.10|Bassum/Twistringen|Bassum/Twistringen|
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Bassum - BASSUM (al) · Vor etwa einem Jahr hatte das Wirtschaftsministerium verkündet, den flächendeckenden Ausbau der Breitbandanbindung besonders in bislang unterversorgten Gebieten Niedersachsens fördern zu wollen. Das Ministerium stellte zusammen mit dem Landwirtschaftsministerium ein Paket aus verschiedenen Mitteln zusammen, unter anderem aus dem Konjunkturpaket. Die Städte Bassum und Twistringen stellten einen gemeinsamen Antrag. Doch aller Voraussicht nach werden sie in die Röhre schauen.
„Wir haben zwar noch keine offizielle Absage erhalten, aber wir gehen davon aus, dass wir keine Fördermittel bekommen werden“, erklärte gestern Bürgermeister Wilhelm Bäker auf Anfrage unserer Zeitung dazu.
Ganz im Gegensatz zu Bruchhausen-Vilsen, Syke und Kirchdorf. Diese Kommunen hatten laut Bäker, entgegen einer gemeinsamen Absprache aller Kommunen im Kreis, zusammen etwas zu entwickeln, frühzeitig im Alleingang einen Antrag gestellt. Und siehe da: In der ersten Charge waren noch Mittel da.
„Wir führen derzeit mit der Stadt Twistringen Gespräche, um eventuell andere Fördertöpfe anzuzapfen oder aber allein mit Anbietern in Verhandlung zu treten und Verträge zu schließen, um unversorgten Gebieten einen schnelleren Netzzugang zu ermöglichen“, so Bäker.
In Bassum wären das vor allem die Ortsteile Apelstedt, Bramstedt und Albringhausen. Diskutiert würde dabei nicht nur die Kabeltechnik, sondern auch Funklösungen. Letztere seien wesentlich kostengünstiger.
Nach einer Vorabschätzung belaufen sich die gesamten Investitionskosten im Falle der Kabeltechnik auf 463 700 Euro für Bramstedt, 308 000 Euro für Albringhausen und 382 000 Euro für Apelstedt. Die Alternative Funk käme wesentlich billiger: 90 000 Euro für Bramstedt, 19 000 Euro für Albringhausen und 17 400 Euro für Apelstedt. In jedem Falle müssten sich die Betroffenen noch etwas gedulden.
Neben den drei genannten Ortsteilen gebe es weitere weiße Flecken im Bereich Bassum. „Wir werden sicherlich nicht jeden erreichen können“, bittet der Bürgermeister um Verständnis. Vor allem abgelegene Höfe würden auch zukünftig unversorgt bleiben.
Für die Gemeinden Wedehorn und Ringmar rechne sich beispielsweise eine Breitbandverkabelung nicht, gibt Bäker bekannt. Dort könne nur Funktechnik Abhilfe schaffen.
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