Bassum - „Wir müssen unseren Sparwillen dokumentieren.“ Darauf verwies der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen am Donnerstag immer und immer wieder, vor allem, als es um Ausgaben für Investitionen ging.
Jede Position wurde diskutiert, so auch die energetische Sanierung des Rathaussaals. Laut Bauingenieur Marco Appel ist eine Sanierung dringend erforderlich, „das Dach ist nicht gedämmt und durch die Fenster zieht‘s“. Im Winter sei es kalt und zugig, als Trauungszimmer kaum noch zumutbar. Appel hat eine Kostenschätzung erarbeitet: 235 000 Euro. „Allein um den Mindestanforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung zu entsprechen, fallen Kosten von 200 000 Euro an.“
Die CDU sieht zwar die Notwendigkeit, möchte Mittel aber erst dann ausgeben, wenn sie vorhanden sind. Vorschlag von Heimke Möhlenhof: In diesem Jahr Planungskosten bereitstellen, 2013 erst die Mittel. Christoph Lanzendörfer (SPD) appellierte, die Gelder im Haushalt zu belassen, um die Möglichkeit der Umsetzung zu haben. „Wenn wir Mittel bereitstellen, heißt das ja nicht, dass wir das Geld auch ausgeben. Es geht hier um eine Absichtserklärung.“ Der Fraktionsvorsitzende mahnte: „Auf der einen Seite wollen wir sparen, auf der anderen verpulvern wir Energie.“ In den vergangenen Jahren seien Investitionen immer wieder verschoben worden, mit dem Erfolg, dass sämtliche Gebäude einen erheblicher Investitionsstau aufweisen. Am Ende wurde der Antrag der CDU mit acht Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen angenommen.
Für 21 300 Euro sollen Laptops für die Ratsvertreter angeschafft werden, aber erst nach einer Testphase. Ebenso votierte der Ausschuss für einen Fußweg zur Freudenburg (12 000 Euro), einen Zuschuss an die Wirtschaft- und Interessengemeinschaft Region Bassum (WIR) für die Weihnachtsbeleuchtung (5 000 Euro) und 18 000 Euro für fünf Schaukästen. · al
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