103.08.10|Bassum/Twistringen|Bassum/Twistringen|
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Bassum - NORDWOHLDE (nie) · Wie kontrastreich aufeinander abgestimmt „Steinreich und Hautnah“ unter einem grünen Blätterdach des Waldes in Fesenfeld harmonieren können, wollen Katrin Zettermann-Wawrzinek und Marco Gallmeier am 21. und 22. August mit dem fünften Waldkunstpfad in künstlerischer Vielfalt vor Augen führen.

Die Künstlerin Katrin Zettermann-Wawrzinek und Fotograf Marco Gallmeier laden Gäste in diesem Jahr zusammen in das „Kleine Waldatelier“ ein.
Waren die bisherigen Waldkunstpfade der Nordwohlder Künstlerin schon immer sehr fantasievoll, setzt sie mit Nummer fünf eine weitere Spur ihres Wirkens. Mit ihr lässt der Bassumer Fotografenmeister Marco Gallmeier seine künstlerischen Gedankenspiele in tiefgründigen Aktfotos zur Geltung kommen. Dabei verzichtet er auf Ganzkörperakte, sondern lässt gekonnt Details des nackten Körpers einer Unbekannten auf den Betrachter wirken – hautnah.
Seine Fotos (schwarz-weiß, Sepiabilder braun getönt und colorierte Bilder) werden zwischen den Bäumen des Waldes großflächig hängen, das größte Bild misst ein mal drei Meter.
Die elf Aktfotos des Fotografenmeisters und Grafikers lassen ein künstlerisches, fast verliebtes, Spielen mit der Kamera erkennen. Man darf gespannt sein, wie seine Arbeiten zwischen dem Grün wirken.
Wer Katrin Zettermann-Wawrzinek als Malerin kennt, weiß, dass sie das quirlige durchdachte Spiel mit den Farben, insbesondere aber mit der blauen Farbe, liebt. Wem dabei bisher „nur“ ihre Bilder einfallen, wird beim fünften Waldkunstpfad überrascht sein. Die Künstlerin offenbart, dass sie „steinreich“ ist, symbolisch gemeint.
Das drückt sie unter anderem am Wegesrand des Waldes zum „Kleinen Waldatelier“ mit gut 500 unterschiedlich bunt bemalten kleinen und etwas größeren Steinen aus.
„Die Idee dazu kam mir eigentlich während eines Urlaubs mit der Familie am Edersee“, berichtet die Künstlerin. Damals sammelte die Familie Steine und malte sie an. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Steine dazu, unter anderem von guten Bekannten per Post geschickt, sogar aus Zypern, Dänemark und Norwegen. Sie selber brachte Steine aus Amerika mit. Inzwischen sind gut 500 in herrlich bunten Farben fantasievoll bemalt. Gezeigt werden jedoch auch nicht bemalte Steine, zum Beispiel Hühnergötter.
Was wäre ein Waldkunstpfad ohne die Bilder von Katrin Zettermann-Wawrzinek? Ihre Bilder werden vermutlich den Kontrast zu den bunten Steinen und den Aktfotos von Marco Gallmeier bilden. Längst hat sich die Nordwohlderin aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bilder durch diverse Ausstellungen, auch außerhalb der Region, einen Namen gemacht. Die Ausstellung „Steinreich und Hautnah“ wird an beiden Tagen musikalisch begleitet – am Sonnabend spielt die Live-Band „Caught indie Act“ unter anderem Rockmusik, während am Sonntag das „Duo Troba“ aus Rostock französische Chansons vorträgt.
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