Bassum - Seit etwas über einem Jahr geben sich die Handwerker im neuen Landesleistungszentrum des Nordwestdeutschen Schützenbundes in Bassum die Klinke in die Hand. „Und das wird auch noch etwas länger so weitergehen“, blickt Vizepräsident Heinz Rösseler in die Zukunft. Mit dem Baufortschritt ist das Vorstandsmitglied mehr als zufrieden. „Wir liegen gut im Zeitplan.“

© Foto: Albrecht
Der erste Bauabschnitt ist fast beendet. Heinz Rösseler und Andreas Viebrock sind zufrieden. ·
Der erste Bauabschnitt, die Fertigstellung der Schießsport- und Veranstaltungshalle, sei so gut wie abgeschlossen. „Luftdruckstand und Bogenstand sind fertig und wurden bereits im Wettbewerb getestet. Die Sportler waren begeistert“, erklärt Geschäftsführer Andreas Viebrock.
Nun müssen noch Restarbeiten an der Heizung erfolgen, außerdem werde derzeit eine Wohnung für die Kadersportler umgebaut.
Noch hat sich der NWDSB nicht auf einen Veranstaltungspartner als Festwirt festgelegt. „Eine dauerhafte Zusammenarbeit mit einem Gastronom wäre aber wünschenswert“, heißt es.
Während der Bauarbeiten im vergangenen Jahr hat sich Andreas Viebrock mehrmals die Haare gerauft, gibt er unumwunden zu: „Jeder Bauherr kennt das. Plötzlich treten Mängel auf, die man vorher nicht mal erahnt hat.“ Der Geschäftsführer nennt unter anderem die Verrohrung der alten Heizung. „Die Eisenrohre sind zum Teil unterirdisch verlegt, viel zu groß ausgelegt und nur gering bis gar nicht isoliert. Wir haben versucht, Teile umzurüsten und die Rohre zu isolieren.“ Auch der Brauchwasserbehälter sei viel zu groß und arbeite unwirtschaftlich. Er soll ersetzt werden.
Trotz dieser Probleme sei der gesetzte Kostenrahmen nicht gesprengt worden. Rösseler: „Wir sind mit den Mitgliedsbeiträgen sparsam umgegangen.“ Bisher habe der NWDSB etwa eine Million Euro ausgegeben, inklusive Anschaffungskosten.
Die Rücklagen sind verbraucht. Mit der Beitragserhöhung, die man 2010 beschlossen hatte, wird die Stadt Bassum bedient. Das heißt: Um den zweiten Bauabschnitt zu verwirklichen, sind Kredite nötig. Gespräche mit Banken laufen. Rösseler beruhigt: „100 000 Euro sind noch übrig, um Kredite zu überbrücken. Die nächsten Jahre werden hart sein, weil wir zwei bedienen müssen, die Stadt und den Kreditgeber. Aber die Finanzierung ist gesichert.“
Sobald die Frostperiode beendet ist, möchten die Verantwortlichen den zweiten Bauabschnitt beginnen, dem Bau des Kleinkaliberschießstandes. Die Zeit drängt, denn 2013 steht die Landesmeisterschaft an. Diese soll in Bassum ausgetragen werden. Problem: Noch sind die Verantwortlichen auf der Suche nach einem optimalen Be- und Entlüftungssystem der Halle. „Wir haben die beste Lösung noch nicht gefunden“, gibt Rösseler zu, obwohl der Vizepräsident Anlagen im gesamten Bundesgebiet besichtigt und Gespräche mit vielen Experten geführt habe. Die 30 mal 60 Meter große Halle soll später Platz für vier mal fünf Schießbahnen bieten. „Jede Bahn sollte einzeln belüftet werden“, so Rösseler. Auch eine zusätzliche Hallendecke müsse eingezogen werden, um das Luftvolumen gering zu halten. Die Sicherheit verlangt zudem eine zusätzliche Ummantelung aus Beton. Laut Rösseler wird sich das gesamte Kostenvolumen am Ende auf 1,5 Millionen Euro belaufen. · al
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