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Geburtshilfe Bassum: Delegation aus dem Landkreis spricht mit Sozialministerium / Auch Hannover hat keine Lösung

Geburtshilfe Bassum: Delegation aus dem Landkreis spricht mit Sozialministerium

Auch Hannover hat keine Lösung

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Bassum - Von Katrin Pliszka - Gemeinsam für ein Ziel eintreten – und zwar für den Erhalt der Geburtshilfe in Bassum – mit dieser Maßgabe ist bereits am 1. Februar eine Abordnung aus der Region nach Hannover gereist, um mit Dr.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Ehlers

Die Geburtshilfe in Bassum soll erhalten bleiben.

Boris Robbers, Referatsleiter Krankenhäuser im niedersächsischen Sozialministerium, über die Lage zu sprechen. Die Gruppe hatte zudem vor, ihn über den Stand der Dinge zu informieren. Gestern hat die Bürgerinitiative zum Erhalt der Bassumer Geburtshilfe (BI) die Ergebnisse des Gesprächs öffentlich gemacht.

In die Landeshauptstadt gereist waren neben Erich Sturm für die BI auch die Hebammen-Beraterin Barbara Kosfeld, Hebamme Kathrin Reinhold, der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, der Bassumer Kinderarzt Dr. Holger Theek sowie der Bassumer CDU-Stadtrat Michael Gillner.

Nicht an Bord bei dem Gespräch war Landrat Cord Bockhop. Auf Nachfrage sagte er gestern: „Ich habe leider erst nachträglich davon erfahren.“ Daher sei er am 2. Februar selbst nach Hannover gereist, um mit Robbers zu sprechen.

„Dr. Robbers ließ sich über mögliche Alternativen und die bisherigen Bemühungen der Hebammen und der Bürgerinitiative in Kenntnis setzen“, so die Initiative in ihrem Schreiben. Grundsätzlich wünsche das Ministerium den Bau des Kreißsaals. Das Land habe Mittel ausschließlich für den Bau einer stationären Hauptabteilung am Bassumer Krankenhaus bewilligt. Robbers selbst war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

„In der Zwischenzeit muss es aber einen vom niedersächsischen Landesrechnungshof verordneten Baustopp gegeben haben“, si die BI. Über diesen sei bislang aber seitens St. Ansgar und der Kreisverwaltung geschwiegen worden, klagen Erich Sturm und die BI. Zudem soll St. Ansgar einen Bauantrag ohne Geburtsabteilung eingereicht haben, wirft die BI den Krankenhaus-Betreibern vor und fordert Antworten. Die Geschäftsleitung des St.-Ansgar-Klinik-Verbundes war gestern zu keiner Stellungnahme zu erreichen.

Das Ministerium geht der BI zufolge weiter von einem Bau mit Kreißsaal aus und sehe kein Problem in der befristeten Schließung der Abteilung, Und: „Bei einem vernünftigen Konzept hat das Ministerium keine Bedenken, wenn erst mittelfristig schwarze Zahlen geschrieben werden.“

Hier hakt die BI ein und bemängelt auch gegenüber dem Ministerium die Qualität der vom Landkreis in Auftrag gegebenen Ausarbeitungen zur Geburtshilfe: „Es wurde auch über die Management-Zusammenfassung von Herrn Plücker gesprochen, die fälschlicherweise immer als Studie bezeichnet wird.“ So enthalte die Arbeit unter anderem keine Quellenangaben und abweichende Angaben zum Personalbedarf.

Schließlich habe Michael Gillner den Staatssekretär um einen „klaren Arbeitsauftrag“ gebeten. Der richtet sich an Landrat Bockhop und den Kreistag. Da St. Ansgar als privater Träger nicht zu einer Grundversorgung verpflichtet ist, nimmt die BI Landrat und Kreistag in die Pflicht. Der Kreis habe sich um die Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes zu bemühen, damit St. Ansgar die Abteilung am 1. Januar 2013 wiedereröffnen könne. Bockhop gab sich hierzu schweigsam, wies aber auf den nächsten Runden Tisch hin: Für 15. Februar habe der Kreis alle Akteure ab 20 Uhr zum Gespräch in die Syker Volkshochschule, Waldstraße 1, eingeladen.

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