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Unheimliches in der digitalen Welt

Jahresprogramm des Edith-Russ-Hauses

Unheimliches in der digitalen Welt

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Von Rainer BeßlingOLDENBURG · In der Medienkunst-Szene genießt die Einrichtung weltweit größte Anerkennung: Der Name „Edith-Russ-Haus“ dürfte dort bekannter sein als der seines Standorts Oldenburg.

Projektion von Liddy Scheffknecht. ·

© Foto: Russ-Haus

Projektion von Liddy Scheffknecht. ·

Wesentlichen Anteil an der Reputation und den hohen Qualitätsstandards hatte Sabine Himmelsbach. Sechs Jahre lang leitete sie das Russ-Haus, nachdem sie zuvor am renommierten Karlsruher ZKM tätig war. Zum Ende des vergangenen Jahres kündigte die Mittvierzigerin in Oldenburg. Im März übernimmt sie das „Haus für elektronische Künste“ in Basel, eine Neugründung, von einer Stiftung getragen. Dort wird sie eine große Sammlung aufbauen.

Zur Zeit ist man in Oldenburg mit der Nachfolgelösung befasst. An dem Programm für das laufende und kommende Jahr wirkte Himmelsbach noch maßgeblich mit. „Das Digitale Unheimliche“ eröffnet am 23. Februar die Ausstellungssaison an der Katharinenstraße. Das „verborgene Grauen in unserem zivilisierten und verdrängten Umgang mit Technologie“ macht Gastkuratorin Brigitte Felderer mit der Gruppenausstellung zum Thema.

In einer Doppelschau von Juni bis August geht es um „States of Being“. Während sich Kerstin Ergenzinger mit menschlichen Strategien der Orientierung auseinandersetzt, setzt Yunschul Kim Apparaturen als Impulsgeber für Reaktionen und Transformationen ein, die technische Zusammenhänge und visuelle Strukturen verbinden. Das Künstlerpaar Ute Hörner/Mathias Antlfinger widmet sich einem brisanten regionalen Thema: Es stellt Massentierhaltung und Fleischfabriken traditionellen Bauernhof-Vorstellungen gegenüber. Timo Toots schließlich konfrontiert das Publikum ab Dezember mit den Datenspuren, die User im Netz hinterlassen.

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