Bonn - Dr. Bernhard Ehlen half mit seiner Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ armen Menschen zu überleben. Doch der Patre hatte auch eine dunkle Seite, die erst jetzt ans Tageslicht kam.

© obs/Ärzte für die Dritte Welt e. V.
Dr. Bernhard Ehlen (hier mit Maria Furtwängler) half mit seiner Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ armen Menschen in Indien oder Somalia zu überleben. Doch er hatte auch eine dunkle Seite, die erst jetzt ans Tageslicht kam. (Archivbild)
Ein Mann mit zwei Seelen: Die eine ließ Dr. Bernhard Ehlen in der Öffentlichkeit als Gutmenschen dastehen. Als solcher gründete er 1983 die Hilfsorganisation „Ärzte für die Dritte Welt“. Er und seine Mitarbeiter halfen den Ärmsten in den Straßen von Kalkutta, bauten Flüchtlingslager in Somalia oder retteten Bootsflüchtlinge in Vietnam – freiwillig und kostenlos. Für so viel Engagement gab es 1998 sogar einen Bambi.
Ehlen unterrichtete laut B.Z. 1971 Religion am Canisius sowie an der Liebfrau-Schule in der deutschen Hauptstadt, später wurde er als Jugendseelsorger an die Schule St. Ursula in Hannover versetzt. Dort beschuldigen ihn jetzt drei ehemalige Schüler des Missbrauchs. „In einem Fall hat er die Tat zugegeben“, bestätigte Stefan Dartmann, der Chef der Jesuiten in Deutschland. Erschreckend: Innerhalb des Jesuitenordens wusste man bereits seit 2005 von den Taten Ehlens.
Unterdessen wurde bekannt, dass es auch am Bonner Aloisiuskolleg des Jesuitenordens sexuellen Missbrauch gab. Ein früherer Schüler sagte der Süddeutschen Zeitung, er sei Anfang der 60er-Jahre von einem Pater missbraucht worden. Der Geistliche habe ihn aufgefordert, die Hose auszuziehen, und sein Geschlechtsteil angefasst. „Aus Angst habe ich nie gesprochen.“ Der Pater sei inzwischen verstorben.
Die Jesuiten könnte der Missbrauchsskandal teuer zu stehen kommen: Der Anwalt Lukas Kawka aus Berlin prüft, ob man eine Sammelklage gegen den Orden in den USA einreichen kann: „Sollte sich bestätigen, dass ehemalige Schüler die amerikanische Staatsbürgerschaft haben, wäre eine Sammelklage in den USA, anders als in Deutschland, möglich. Die finanziellen Konsequenzen wären dann für den Jesuitenorden desaströs.“ Der Jurist, der einige der Opfer vertritt, erwägt aber zuerst eine außergerichtliche Einigung. Der Missbrauch stelle „kein individuelles, sondern ein kollektives Versagen“ dar. Es sei geprägt durch „konsequentes Wegsehen unter dem Deckmantel eines christlich-ethischen Wertesystems“.
tz
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| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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