029.07.10|Deutschland
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Heppenheim - Nach den vielen Missbrauchsfällen hat die Odenwaldschule Hilfe für die Opfer angekündigt. Wie die Entschädigung aussehen soll und in welcher Form sie umgesetzt wird, lesen Sie hier:

© dpa
Die Odenwaldschule (ODS) in Ober Hambach bei Heppenheim in Hessen.
“Es wird einen Entschädigungsfonds geben“, sagte der Sprecher des Schulvorstands, Johannes von Dohnanyi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Zeitpunkt sowie Art und Umfang seien aber noch unklar. “Dieser Anerkennungsfonds wird eher eine von der Schule abgekoppelte Form haben.“ Es seien noch zahlreiche juristische Fragen zu klären. Der Opfer-
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte etwa ein Dutzend Ermittlungsverfahren geführt, diese aber unter anderem wegen Verjährung eingestellt. Im Mittelpunkt des Skandals stand der frühere Schulleiter Gerold Becker. Der 1936 geborene Pädagoge, der von 1969 bis 1985 an dem Privatinternat arbeitete, starb am 7. Juli. Er soll allein 17 Jungen im Internat missbraucht haben. “Die Opfer sind sauer und hilflos“, sagte Kahl der dpa. “Wir haben eine Schule, die hat 100 Jahre missbraucht.“ Es gibt Hinweise, dass sich schon bald nach der Gründung der Reformschule 1910 Missbrauchsfälle ereigneten. Kahl vertritt nach eigenen Angaben zehn Opfer. Überlegt werde, einen Verein zu gründen, um Interessen gemeinsam vertreten zu können. Von Dohnanyi bat um Geduld. “Der neue Vorstand hat vor zwei Monaten einen Riesenberg an Arbeit und Problemen geerbt.“
Der alte Vorstand war Ende März wegen des Skandals zurückgetreten. “Den Betroffenen zu signalisieren, man könne mit Hauruck-
dpa
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