Bremen - In Bremen hat sich eine Initiative gegründet, die für Zivilcourage werben möchte. Unter dem Namen „Tu was! Zeig' Zivilcourage!“ sollen Menschen motiviert werden, unerschrocken ihre Meinung zu vertreten, sagten Sprecher der Initiative.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören Polizei, BSAG, der Verein „Bremen kommt“, der Flughafen die Bremische Evangelische Kirche. Unterstützer sind der „Weiße Ring“, das Lidice-Haus, die Initiativen „Pro Meile“ und die „Nachtwanderer“. Schirmherrin ist Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).
Es geht der Initiative um tagtägliche Situationen, in denen Zivilcourage gefragt ist – im Betrieb, in der Schule, im Supermarkt, im Bus. „Zumeist sind es jedoch die spektakulären Fälle, die darauf aufmerksam machen, wie notwendig eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Zivilcourage ist“, sagten die Sprecher. Der Fall Dominik Brunner 2009 in München habe die Öffentlichkeit zwar erschüttert und ein großes Medienecho hervorgerufen, ein nachhaltiger breiter Diskurs finde jedoch kaum statt.
Über das Internetportal http://www.zeig-courage.de stellt die Initiative künftig Informationen rund um das Thema Zivilcourage bereit. Zudem planen die Beteiligten weitere Informationsmaterialien, um das Bewusstsein unter den Menschen für das Thema zu stärken. Dazu gehören beispielsweise Audiospots, die über die Bandbreite des Themas informieren und als Downloads im Internet sowie als Podcast zur Verfügung stehen werden. Menschen sollen zudem über das Internet aufgerufen werden, Kurzvideos rund um Zivilcourage zu drehen und der Öffentlichkeit zu zeigen.
Um das Thema aktiv in die Öffentlichkeit zu tragen, findet am Montag, 19. September, auf dem Marktplatz der „Tag der Zivilcourage Bremen“ statt. Hier werden Beispiele vorgestellt, die Polizei informiert über richtiges couragiertes Verhalten in Alltagssituationen, Theaterstücke zum Thema werden gezeigt. · gn
http://www.zeig-courage.de
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