Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Wir bauen unter dem laufenden Rad“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn gestern in Bremen zu den anstehenden Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg – Bremen – Münster. Die Verkehrsunternehmen versuchen, Einschränkungen und Verspätungen durch möglichst genaue Informationen abzumildern. Für Pendler wird‘s trotzdem hart.

Baustellen auf der ganzen Linie – die Schwerpunkte im Raum Bremen. · Grafik: Deutsche Bahn
Ab Mitte Januar und bis Mai wechselt die Deutsche Bahn 120 Kilometer Schienen, fast 100 000 Schwellen und mehr als 60 000 Tonnen Schotter aus. Die Schienen stammen aus dem Jahr 1985 und sind langsam, aber sicher abgenutzt. Die Bahn investiere in Niedersachsen und Bremen weit über 100 Millionen Euro, hieß es. 24 Weichen werden erneuert und elf Kilometer Lärmschutzwände errichtet, diese vor allem im Bereich Oberneuland.
Die Weserbrücke in Kirchweyhe bekommt in der Zeit vom 25. April bis zum 31. Mai 2 000 neue Balken, 1 300 Schwellen, 800 Tonnen Schotter sowie vier Kilometer Schienen.
Die Auswirkungen auf den Zugverkehr seien, so hieß es weiter, im Fahrplan bereits berücksichtigt – schließlich wurden die Modernisierungen zwei Jahre lang vorbereitet. Doch wenn „unter dem laufenden Rad“ gebaut wird, läuft eben auch manches Rad nicht.
· In der Zeit vom 7. Februar bis zum 31. Mai halten einige Wochenend-Entlastungszüge an Freitagen und Sonntagen nicht in Bremen. Vom 14. Januar bis 5. Februar sowie vom 24. bis 26. Februar fallen sie ganz aus.
· Allein auf der Route Bremen – Osnabrück erneuert die Bahn 55 Kilometer Schienen, und das zwischen Anfang März und Ende Mai.
· Für Metronom-Kunden beginnt eine erste Phase stärkerer Einschränkungen am Sonnabend, 14. Januar. Sie dauert bis zum 25. Januar. Weitere werden folgen. Betroffen ist zunächst vor allem der Streckenabschnitt von Rotenburg über Sottrum und Ottersberg bis Sagehorn. In Rotenburg und Sagehorn fahren Busse anstelle der Bahnen. Die Fahrt nach Hamburg wird dadurch bis zu 40 Minuten länger dauern. Es gibt spezielle Fahrpläne.
· Kunden der Nordwestbahn müssen sich ab April auf Einschränkungen einstellen. Betroffen ist die Regio-S-Bahn-Linie R2. Auch zwischen Bremen und Kirchweyhe fahren dann Busse statt Bahnen.
http://www.bahn.de/bauarbeiten
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