Bremen - Mit den hochmodernen Ermittlungsmethoden der Polizei haben zwei jugendliche Diebe nicht gerechnet. Noch am selben Tag eines Laptop-Diebstahls wurden die Jungen anhand des mit künstlicher DNA markierten Gerätes überführt.
Am Dienstagmittag hatten die beiden 15-Jährigen während einer Feier einen Laptop aus der Turnhalle der Schule Hamburger Straße gestohlen. Dabei wurden die beiden Diebe laut Polzeisprecher von Schülern erkannt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Abend bei einem der Tatverdächtigen konnte der mit künstlicher DNA markierte Rechner gefunden und eindeutig identifiziert werden, so der Polizeisprecher gestern.
Mitschüler beobachteten dies und konnten der Polizei später die Namen der Tatverdächtigen nennen. Das Opfer der Schläger erlitt eine blutende Gesichtsverletzungen und musste ärztlich behandelt werden. Als Schläger wurde von der Polizei letztlich der 15-Jährige ermittelt, in dessen Kleiderschrank der Laptop, der eindeutig mit der künstlichen DNA der Schule markiert war, gefunden wurde.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich den Angaben nach heraus, dass der Junge bereits mit Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikten bei der Polizei bekannt ist. Für drei gefundene Handys, einen weiteren Laptop und eine EC-Karte müssen noch die Besitzverhältnisse geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Dieser aktuelle Fall mache deutlich, dass eine Diebstahlsprävention mit künsterlicher DNA zu einem schnellen Ermittlungserfolg führen kann, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering gestern. Nach der kürzlich in Bremen-Nord gestarteten Initiative seien alleine in den vergangenen Wochen 1 600 DNA-Kits beantragt worden. · cl
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