Bremen - Von Viviane ReinekingStimmengewirr auf dem „Markt der Möglichkeiten“, dem Auftakt zur zweiten Runde der Denkwerk-Initiative „Bremer Stadtforscher“. Sie bietet Schülern die Möglichkeit, sich durch eigene Forschungsprojekte mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen.

© Foto: Reineking
Fischmehl und Schafwolle riechen gewöhnungsbedürftig: Anne Schweisfurth vom Hafenmuseum gibt Lukas Feldmann (l.) und David Garke einen Einblick in die Geschichte der Überseestadt. ·
Wie funktioniert politische Mitgestaltung und was wird aus den Bremischen Häfen? Mit diesen und weiteren Fragen sollen die Schüler angeregt werden, sich auf forschende Weise der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihrer Stadt sowie sozialwissenschaftlichen Arbeitsmethoden zu nähern.
Rund 20 Aussteller sind in der Uni mit kleinen Informationsständen vertreten. Das Focke-Museum ist mit dabei, auch das Staatsarchiv und das Schulmuseum. Sie wollen die Schülern bei der Erarbeitung eigener Forschungsfragen beraten, helfen, Fragestellungen zu formulieren. Einige wandern von Stand zu Stand, lassen sich die Aufgaben der Institutionen erklären. Sie sind auf der Suche nach einem Projektthema unter dem Motto „Bremen zwischen Tradition und Wandel – verändern oder bewahren?“
Erst Kaserne, dann Polizeistation, jetzt Schulgebäude: „Wie hat der Wandel das Viertel geprägt?“, fragen Oberstufenschüler der Schule am Leibnizplatz um Finnja und Michelle. Im Landesfilmarchiv erhoffen sie sich Unterstützung bei der Suche nach Bildmaterial. Die Idee zu den „Stadtforschern“ stammt aus dem „Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften“ an der Uni. Wissenschaftler aus Politik, Geographie und Geschichte wollen in Kooperation mit Partnerschulen und Lehrern „Forschendes und projektorientiertes Lernen in der Schule bekanntmachen“, so Prof. Dr. Andreas Klee.
Auf einem Kongress im Juni stellen die „Stadtforscher“ ihre Ergebnisse vor.
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