Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein 30-jähriger Mann stellte sich heute Morgen auf einem Polizeirevier in der Innenstadt. Die Polizei suchte ihn zu dem Zeitpunkt bereits. Er steht im Verdacht, am späten Donnerstagnachmittag seine Freundin (25) in ihrer Wohnung an der Witzlebenstraße in der Vahr umgebracht zu haben.

Die Frau wurde erstochen. „Ihr Körper wies mehrere Messerstich- und Schnittverletzungen auf“, sagte eine Polizeisprecherin. Zur Tatzeit waren zwei kleine Kinder – zwei und vier Jahre alt – in der Wohnung. Gegenüber der Staatsanwaltschaft sagte der 30-Jährige, er sei der Vater der kleinen Kinder.
Ihre sieben und acht Jahre alten Halbgeschwister, die nach Auskunft der Polizei einen anderen Vater haben, waren zu dem Zeitpunkt bei Mitschülern, nachdem die Mutter sie nicht von der Schule abgeholt hatte. Um die Mädchen und Jungen kümmern sich jetzt Betreuer. Alle vier Kinder sind in ein Heim gekommen.
In seiner Vernehmung äußerte sich der 30-Jährige gestern zu seinen persönlichen Verhältnissen. Was die Tat selbst betrifft, machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. So gab es auch keine Angaben zum möglichen Tatmotiv. Der 30-Jährige stammt von der Elfenbeinküste. Die 25-jährige Frau kam aus Kasachstan.
Erste Ermittlungen hatten bereits auf die Spur des Mannes geführt, hieß es weiter. Fahndungsmaßnahmen und eine Durchsuchung seiner Wohnung im Stadtteil Huchting verliefen allerdings ergebnislos, so die Polizeisprecherin.
Die Kriminalpolizei ging heute von einer Beziehungstat aus. In der Vergangenheit hatte es „bereits des öfteren heftigen Streit“ zwischen der 25-jährigen Frau und ihrem Lebensgefährten gegeben, sagte die Polizeisprecherin weiter.
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