Bremen - Von Nina SeegersDas Gebiet hinter der Bühne der Bremer Shakes-peare-Company (BSC) ist zur Zeit eine große Baustelle: Hinter den hohen Bauzäunen arbeiten Bagger, Betonmischer und eine riesige sogenannte Pfahlbohrmaschine auf Hochtouren, damit hier der neue Gebäudeanbau errichtet werden kann.

© ksy
Der Pfahlbohrer bohrt Betonpfähle zwölf Meter tief in die Erde.
Seit gestern sind Bauarbeiter dabei, das Fundament für den neuen Anbau zu legen. Damit das neue Gebäude ausreichend stabil ist, werden zunächst etwa zwölf Meter lange Betonpfeiler mit dem großen Pfahlbohrer tief in die Erde hineingebohrt. „Der Boden in Bremen ist sehr sandig und bei einer geringen Tiefe nicht tragfähig, deshalb müssen die Betonpfähle so tief in die Erde hinein“, erklärt Florian Fedderke vom Architektenbüro „Gruppeomp Architekten“.
Am Freitag sollen die Bohrarbeiten der zwölf Meter langen Betonpfähle abgeschlossen sein, danach können die Arbeiten am Rohbau beginnen. „Erst wird das Fundament auf die Pfähle gesetzt, darauf kommt anschließend eine Sohlplatte, und dann können die Wände für das Erdgeschoss errichtet werden“, so Florian Fedderke. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Anbau etwa Ende Mai fertiggestellt sein.
Seit vergangenen Oktober ist das Ensemble der BSC übergangsweise im Concordia-Theater untergebracht. „Unsere Aufführungen dort werden von unserem Publikum sehr gut angenommen“, freut sich Peter Lüchinger.
Grund für die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Theaters am Leibnizplatz waren diverse Sicherheitsmängel. Die Kosten werden hierfür rund 3,9 Millionen Euro betragen, wovon den größten Teil der Gebäudeeigentümer, Immobilien Bremen, übernimmt. 1,1 Millionen Euro steuert das Kulturressort bei, und die BSC übernimmt selbst einen Anteil von 250 000 Euro.
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