Bremen - Mehr noch als das rote Hanseatenkreuz ist es das Symbol der Seenotretter schlechthin – das Spendenschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die ihren Sitz an der Werderstraße in Bremen hat.

© Foto: dpa
Mit der deutschen Skipperin Mareike Guhr (43) segelt ein Sammelschiffchen einmal um die Erde.
Nun geht ein Spendenschiffchen auf Weltreise. An Bord des Katamarans „La Medianoche“ mit der deutschen Skipperin Mareike Guhr (43) segelt ein Sammelschiffchen einmal um die Erde.
Die Rückkehr nach Deutschland ist für 2015 geplant. Das passt gut, denn dann feiert die DGzRS ihren 150. Geburtstag – und richtet in Bremen und Bremerhaven den World Maritime Rescue Congress (WMRC) ausrichtet. Der WMRC ist das Treffen aller Seenotrettungsdienste weltweit, die sich in der International Maritime Rescue Federation (IMRF) zusammengeschlossen haben.
Seit 1865 leben die Seenot retter von außergewöhnlichem Engagement und eben von Spenden. Für diesen Gedanken steht das weit über die Küstenregionen hinaus bekannte Spendenschiffchen seit Jahrzehnten.
„Es geht für mich nicht darum, die Welt so schnell wie möglich zu umrunden, sondern unter Segeln anderen Ländern, Kulturen und Menschen zu begegnen“, sagt Mareike Guhr. „Ich bin seit vielen Jahren als Seglerin Fördermitglied der DGzRS. Schon meine Eltern unterstützten die Seenotretter, als ich noch ein Kind war. Wie viel die DGzRS auch für Wassersportler tut, ist mir immer wieder bewusst. Deshalb möchte ich das Sammelschiffchen symbolisch als Dank an alle Seenotretter auf meiner Reise um die Welt an Bord dabeihaben.“
Rechtzeitig vor dem Start nahm die Skipperin, die aus Hamburg stammt, in der vergangenen Woche an einem Sicherheitslehrgang der Seenotretter in der DGzRS-eigenen Ausbildungsstätte in Neustadt/ Holstein teil. Dort standen Leck- und Feuerbekämpfung, „Abbergung durch Hubschrauber“ und Übungen mit einer Rettungsinsel auf dem Programm.
Beim Sammelschiffchen der Seenotretter handelt es sich vermutlich um eines der ältesten Sammelbehältnisse einer Spendenorganisation. Bereits zehn Jahre nach der Gründung wurde damit für die DGzRS gesammelt, buchstäblich noch zu Kaisers Zeiten also. Die Form ist den damaligen Ruderrettungsbooten nachempfunden. Sie wurde über die Jahrzehnte immer mal wieder etwas modifiziert – ist aber ein unverwechselbares Markenzeichen geblieben. · kuz
http://www.seenotretter.de
http://www.magsail.de
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