Bremen - Von Jörg EsserDas selbstgebaute Souvenir ist wertvoll. Und preisgekrönt. Dotiert mit 200 kanadischen Dollar. Das Holzmodell des Schulbusses jedenfalls ist für die 16-jährige Bremerin Berit Rathjen ein ganz besonderes Erinnerungsstück an ihren einjährigen Aufenthalt als Austauschschülerin im kanadischen Canmore.

Berit Rathjen ist pünktlich zum neuen Schuljahr aus Kanada nach Bremen zurückgekehrt. Und auch ihr preisgekröntes Canmore-Schulbusmodell hat den Flug heil überstanden. ·
Berit Rathjen ist Schülerin des beruflichen Gymnasiums der Wilhelm-Wagenfeld-Schule in Huchting. Einer Fachschule für Multimedia und Gestaltung. Kreativität wird großgeschrieben.
Und die liegt Berit im Blut. „Ja, ich hab schon eine künstlerische Ader.“ Eine gehörige Portion Mut und Abenteuerlust kommt hinzu. Ein freiwilliges Jahr in Kanada, das hat es in sich. Und es kostet schlicht zwölf Monate auf dem Weg zum Abi in Bremen.
Unter anderem hat Berit mit ihren kanadischen Mitschülern eine Nacht in einem selbstgebauten Iglu am Fuße der Rocky Mountains verbracht.
Dann hat die Schule ja noch einen Kunst-Designpreis ausgelobt. Und Berit Rathjen hat das Modell eines Schulbusses aus Holz entworfen und gefertigt. Kurz vor der Preisverleihung habe ihr Lehrer sie gefragt, ob sie komme, erzählt die 16-Jährige. Als ihr das „Ja“ nur zögerlich von den Lippen gekommen sei, habe er dann energisch nachgelegt: „Du bist da.“ Eine Preisverleihung ohne Gewinnerin ist ja auch witzlos.
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