324.08.10|Bremen|Bremen|
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Bremen - Von Thomas Kuzaj· In der Politik steht der Begriff „Falke“ als Synonym für Hardliner, die gern auf militärische Optionen setzen. Doch nicht wegen des Bundeswehrhochhauses hat die Falkenstraße ihren Namen.

Kreiszeitung Syke
Schließlich gab es die Straße schon viel, viel früher als das Hochhaus. Anno 1859 war sie angelegt worden – als Bremen im Zuge des aufkommenden Eisenbahnverkehrs und der Industrialisierung wuchs, beziehungsweise: verstärkt bebaut wurde. Benannt wurde sie schlicht nach dem Vogel.
Springen wir wieder ein paar Jahrzehnte nach vorn. Im 60 Meter hohen Bundeswehrhochhaus an der Falkenstraße war einmal das Kreiswehrersatzamt untergebracht. Mittlerweile ist für Bremen das Kreiswehrersatzamt Oldenburg zuständig.
Das Bundeswehrhochhaus selbst ist demnächst Thema in einem Kunstprojekt, das die Arbeitnehmerkammer präsentiert. Es heißt „Schwarze Steine“ und ist eine Aktion von Sönke Busch und Oliver Hasemann – mit Unterstützung des „Autonomen Architektur Ateliers“. „Die ‚Schwarzen Steine‘ führen ihre Besucher in eine nahe Vergangenheit ihrer Heimatstadt“, heißt es in einer Ankündigung.
„Sie stehen als schwarze Flecken mitten in der Stadt, mitten in der Geschichte und inmitten unserer Erinnerungen.“ Zehn dieser „Schwarzen Steine“ gibt es. „Für einen Tag, für einen Abend oder auch nur für einen kurzen Moment wecken sie Erinnerungen. Begleitet wird das Erlebnis von einer Lesung vor Ort und zum Ort.“ Das Projekt beginnt am Donnerstag, 16. September, auf dem Bahnhofsvorplatz. Und eine Woche später, am 23. September, steht dann das Bundeswehrhochhaus im Fokus.
Apropos – auch im Fokus von Architekturliebhabern steht die Falkenstraße bisweilen. Im Internet-Architekturführer des Bremer Zentrums für Baukultur (BZB), das sich ja mit Bauwerken der vergangenen fünf Jahrzehnte beschäftigt, findet sich jedenfalls die in den Jahren 1960/61 erbaute und von dem Architekten Friedrich Heuer entworfene Wohnanlage an der Falkenstraße 15.
Zur Erläuterung heißt es: „In der sonst wenig bemerkenswerten Neugestaltung der stark kriegszerstörten westlichen Bahnhofsvorstadt bildet diese Wohnanlage eine Ausnahme. Kennzeichnend ist für sie ein eigenartiges Zusammenspiel traditionalistischer und moderner Momente.“
Und weiter: „Fünf achtgeschossige Hochhäuser und fünf viergeschossige Zeilen wurden mittels eines dreigeschossigen Zwischenbaus zu Winkeln verbunden. Auf dem lang gestreckten Grundstück zwischen Breitenweg und Falkenstraße wurden diese Winkel mit einer leichten Verkantung zu den Straßen so aufgereiht, dass eine Folge von vier Höfen entstand.“
WWW.
arbeitnehmerkammer.de/veranstaltungen/kultur-bremen/kultur-bremen.html
architekturführer-bremen.de/n_anzeigen.php?id=143
bzb-bremen.de

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