518.02.10|Bremen|Bremen|
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Bremen - · Kommunikation: Erst von anderen abschreiben, dann frivole Sprüche über das Urheberrecht machen – eben noch feiern viele Feuilletons die 17-jährige Berliner Autorin Helene Hegemann für ihren Roman „Axolotl Roadkill“, dann plötzlich hagelt es Kritik, weil sie etliche Passagen anderswo abgekupfert hat.

Yvonne Catterfeld, Sängerin.
So bleibt man im Gespräch, und Gesprächsbedarf gibt es ja tatsächlich. Ist Hegemanns Buch nun der Schlüsselroman einer Generation – oder ist es der Hype der Frühjahrssaison in einem überhitzten, sensationslüsternen Literaturbetrieb?
Antworten gibt es demnächst – vielleicht – in Bremen, denn Helene Hegemann steht auf der Gästeliste der nächsten Ausgabe von „3nach9“. Die Radio-Bremen-Talkshow ist am Freitag, 26. Februar, ab 22 Uhr im dritten Fernsehprogramm zu sehen. Hegemann einzuladen, liegt nahe – angesichts der Debatte um ihr Buch und um Begriffe wie Originalität, Echtheit und Plagiat in einer kopierfreudigen Internetgesellschaft.
Wer aber kommt noch zu Radio Bremen ins Faulenquartier, um bei „3nach9“ mitzuplaudern? Die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld zum Beispiel, die ein neues Album („Blau im Blau“) zu bewerben hat. Elfriede Vavrik, Jahrgang 1929 und Mutter von drei Söhnen, hatte bis zum Jahr 2006 eine kleine Buchhandlung in der Nähe von Wien. Dann schrieb sie „Nacktbadestrand“, ein Buch über Erotik, Lust und Beziehungsängste im Alter. Auch der omnipräsente Fernsehkoch Johann Lafer hat ein neues Produkt auf den Markt gebracht, ein Buch mit dem Titel „Der große Lafer – Die Kunst der einfachen Küche“. Schon kommt er wieder ins Fernsehen – als Talkshowgast.
Mit dem Fernsehen hat auch Nico Hoffmann viel zu tun – als Produzent. Im März zeigt die ARD sein unter großer Geheimhaltung gedrehtes Scientology-Drama „Bis nichts mehr bleibt“. Im ZDF tritt Wolfgang Stumph regelmäßig als Kommissar „Stubbe“ auf – am Goetheplatz in Bremen steht er gegenwärtig als „Gefängniswärter“ in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß (Sohn) auf der Bühne. Abend für Abend baut er „in seine kabarettistischen Einlagen“ jeweils neue und aktuelle Bezüge ein, heißt es im Theater. Wie das so läuft, davon kann er nun bei „3nach9“ berichten.
Aber wem eigentlich? Den Zuschauern natürlich, klar. Doch wer moderiert – nach dem Abgang von Charlotte Roche – neben Dauer-Gastgeber Giovanni di Lorenzo? „Wir sind noch nicht ganz so weit“, antwortet Radio-Bremen-Sprecher Michael Glöckner auf die Frage nach der Partnerin. Die Redaktion sei an dem Thema „dran“. Bis zum Sommer, so die Idee, arbeitet „3nach9“ mit unterschiedlichen Gastmoderatorinnen. Es handele sich um „Kolleginnen und Freundinnen der Sendung“. Doch: „Das Paket steht noch nicht ganz fest.“
WWW.
radiobremen.de
bremertheater.com

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