404.04.10|Bremen|Bremen|
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Bremen - BREMEN (vs) · Diagnose Krebs: Mit dieser Hiobsbotschaft müssen immer mehr Menschen leben. Eine bundesweite Studie, an der auch das Bremer Krebsregister beteiligt ist, erforscht nun die Lebensqualität der Betroffenen nach Abschluss einer Krebstherapie.

Früherkennung wie hier durch die Magnetresonanz-Mammographie verbessert Heilungschancen.
Eine immer älter werdende Bevölkerung, verbesserte Therapien und Früherkennungsmaßnahmen werden dafür sorgen, dass die Zahl der Menschen, die mit der Diagnose Krebs länger leben oder geheilt werden, weiter ansteigen wird. Davon geht Sabine Luttmann, Medizinerin und Leiterin des Bremer Krebsregisters am Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen (BIPS), aus.
Die „Caesar“-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) möchte auf die Erfahrung von 3 000 Bremern zurückgreifen, deren Diagnose Brust-, Prostata- oder Darmkrebs mindestens fünf Jahre her ist.
Die in Frage kommenden Patienten werden in einem ersten Schritt per Zufall ausgewählt, von den behandelnden Ärzten über die Studie informiert und gebeten, daran teilzunehmen. In einem zweiten Schritt erhalten sie einen Fragebogen, der anonym gemeinsam mit den Bögen aus weiteren fünf Bundesländern am DKFZ in Heidelberg ausgewertet wird.
„Für das Ergebnis der Studie ist es sehr wichtig, dass möglichst viele Patienten daran teilnehmen“, hofft Luttmann auf eine große Resonanz. Aus dem Wissen über Spätfolgen und Einschränkungen sollen Maßnahmen zur Förderung der Lebensqualität entwickelt werden. „Langfristig will die Studie zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der gesundheitlichen Situation der Betroffenen beitragen“, so die Leiterin des Bremer Krebsregisters, das seit zwölf Jahren alle Neuerkrankungen von Bremern registriert.
Fragen zur beruflichen und finanziellen Situation gehören daher genauso zum Inhalt wie körperliche oder mentale Einschränkungen, zum Beispiel auftretende Müdigkeit direkt nach der Behandlung oder auch noch lange danach. Konzentrationsschwierigkeiten oder soziale Faktoren, wie eine veränderte Rollenfunktion in der Familie, sind ebenso von Bedeutung.
Eine Rolle spielen auch mögliche positive Begleiterscheinungen dieser schwierigen Situation: „Manchmal muss man sich mit der Krankheit sehr genau auseinandersetzen und lebt dadurch vielleicht auch bewusster“, sagt Sabine Luttmann.
WWW.
bips.uni-bremen.de
dkfz.de

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