Bremen - Von Thomas Kuzaj · Maritimes: Tallymann, Fruchtküper, Baumwollklassierer – was gab es früher nicht alles für Berufe im und am Hafen! Und heute? Heute sind manche Küper, Klassierer und ihre Kollegen Zeitzeugen. Zeitzeugen im Museum.

© ksy
Ein Mann und sein Material: Baumwollklassierer Bernd Töllner spricht über Fasern, Proben und Qualitäten.
Im Speicher XI, der 1912 fertiggestellt wurde und folglich nun 100 Jahre alt ist, beginnt das Hafenmuseum jetzt mit einer neuen Veranstaltungsreihe. Titel: „Zeitzeugen – Berufe als Berufung“. Die Reihe bringt sozusagen ein Stück Vergangenheit ins frühere Hafengebiet Überseestadt zurück. Zum Auftakt kommt – ein Klassierer. Der Baumwollklassierer Bernd Töllner. Er spricht am Sonntag, 19. Februar, um 11 Uhr. Dauer: 90 Minuten, Eintritt: sieben Euro, Anmeldung unter Telefon 0421/303 82 79.
„Zeitzeuge Bernd Töllner weiß vieles über Baumwolle“, sagt Claudia Seidel vom Hafenmuseum. „Er hat reine und weniger reine Qualitäten geprüft, war in den Anbauländern und hat gelernt, wie man im Firmennetz maßgeblicher Im- und Exporteure mit dem wertvollen Gut Handel treibt. Er kennt die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen der hiesigen Baumwollbörse, ist vereidigter Sachverständiger für Baumwolle und Mitglied in Prüfungskommissionen der Handelskammer. Und spricht mit Hingabe über die wertvolle Faser – seit fast 50 Jahren.“
„Gesang des Schnees / wie stillt er / alles Verlangen.“ Der Lyrikband „Aus dem Staub gemacht“ von Karin Lindemann erschien im Bremer Sujet-Verlag und kostet 12,80 Euro. Illustriert ist der 80-Seiten-Band mit – ja, richtig! – Collagen von Monica Schefold, die mit den Gedichten korrespondieren.
ww.hafenmuseum-speicherelf.de
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