Bremen - Bremer Innovations- und Technologiezentrum (Bitz) hat einen Anbau bekommen, der gestern eröffnet wurde. Gemeinsam mit der Universität gilt das Bitz als „Keimzelle“ des Technologieparks.

© Foto: Bahlo
Eröffnung im „Bitz-Lab“ – von links gesehen: Senator Martin Günthner (SPD), WFB-Chef Andreas Heyer, Dr. Boris Oberheitmann vom Verband „Life Sciences“ und Dr. Jan Barten, dessen Unternehmen Hanse Fine Chemicals zu den ersten Mietern gehört. ·
Seit 1986 bereits geht es hier darum, wissenschaftliche Innovationen mit Unternehmergeist zu verbinden. Mit dem Anbau gibt es nun, wie es gestern in den Räumen an der Fahrenheit straße hieß, „mehr Platz für junge Unternehmen und Gründer“ – „damit das Bitz seine Attraktivität behält“. Der Neubau heißt „Bitz-Lab“.
Die Bauarbeiten für das „Bitz-Lab“ begannen im Mai 2010. Der Anbau kostete etwa 4,24 Millionen Euro und wurde aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung (Anteil: 2,7 Millionen Euro) sowie aus Eigenmitteln der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) bezahlt, die sich – so die Idee – „später durch Mieteinnahmen refinanzieren“ sollen.
„Das Bitz leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Bremens, weil es Gründern und jungen Unternehmen die passenden Startbedingungen für ihre berufliche Selbstständigkeit bietet“, sagte Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, zur Eröffnung.
Die Wirtschaftsförderung ist Betreiber des Bitz. Seit dem Jahr 2005 wurde die Immobilie schrittweise modernisiert. Als wichtigster Teil dieses Modernisierungsprogramms gilt das nun eingeweihte „Bitz Lab“. Errichtet wurde es im Innenhof des Gründerzentrums. Entstanden sind auf diese Weise, so die Formulierung, „moderne Büros und Laborflächen auf 1 400 Quadratmetern Nutzfläche“.
36 flexible
„Raumeinheiten“
„Die Nachfrage in unserem Gründerzentrum ist kontinuierlich hoch, sie hat sich jedoch von Produktionshallen hin zu Laboren verlagert“, sagte Andreas Heyer, Chef der Wirtschaftsförderer.
„Diesen Trend haben wir aufgegriffen und das ‚Bitz-Lab‘ konzipiert.“ Eine alte Produktionshalle musste dafür weichen. Und so entstanden auf drei Geschossen 36 „flexibel nutzbare Raumeinheiten mit modernen Büro- und Laborflächen“. „Es gibt ein hohes Interesse an unserem neuen Angebot“, sagte Heyer weiter. „Wir freuen uns, dass schon zwei Unternehmen in das ‚Bitz-Lab‘ eingezogen sind. Weitere werden schon bald folgen.“
Pünktlich zur Eröffnung der neuen Räume begann auch eine neue Kooperation: „Der Unternehmensverband ‚Life Sciences‘ und die WFB haben eine zweijährige Zusammenarbeit vereinbart, um Existenzgründungen aus dem wissenschaftlichen Bereich zu fördern“, sagte Dr. Boris Oberheitmann, erster Vorsitzender des Verbandes. „Damit wollen wir vor allem Hochschulabsolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter erreichen und sie bei ihren Gründungsabsichten unterstützen. Die Kompetenzen unseres Verbandes und der Wirtschaftsförderung ergänzen sich bei diesem Vorhaben optimal.“ · kuz
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