Bremer Reaktionen auf den Rücktritt des Bundespräsidenten / Grünen-Abgeordnete Beck spricht von „Götterdämmerung“CDU: „Köhlers Entscheidung verdient Respekt“
301.06.10|BremenFacebook
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Bremen - BREMEN (kuz) · Von einer „Götterdämmerung“ sprach die grüne Bremer Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck nach dem Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler – sie interpretierte Köhlers Entschluss als Indiz einer beginnenden „Götterdämmerung für Schwarz-Gelb in Berlin“.
Und, so Beck weiter: „Der plötzliche Rücktritt des Bundespräsidenten ist nicht nur eine Flucht aus der Verantwortung, sondern auch ein weiterer Beweis für die Schwäche und das Chaos der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Nach Roland Koch verliert die Union mit dem Rückzug Köhlers innerhalb von nur einer Woche einen weiteren Spitzenpolitiker.“
Bremens CDU-Chef Thomas Röwekamp brauchte gestern vergleichsweise lange, bis er zu Köhlers überraschendem Schritt Stellung nahm. Kurz nach 17.30 Uhr erklärte er: „Die Entscheidung von Horst Köhler verdient Respekt. Der Bundespräsident hat sich in seiner Amtszeit als kritischer und unbequemer Begleiter der politisch Handelnden ausgezeichnet.“ Und: „Er genießt in der Bevölkerung nicht zuletzt wegen seiner Bürgernähe ein hohes Ansehen und hat sich immer zur Selbstständigkeit unseres Bundeslandes bekannt.“ Köhler war oft in Bremen zu Gast. Röwekamp: „Die rot-rot-grüne Opposition im Bund ist mit ihrer Unterstellung, Köhler befürworte den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen, weit über das Ziel hinausgeschossen. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Ich gehe davon aus, dass die Nachfolge von Horst Köhler zügig geregelt wird.“
Der Bremer FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Staffeldt sagte: „Köhler hat das Amt des Bundespräsidenten mit viel Würde vertreten. Er war bei den Bürgern sehr beliebt, gerade weil er auch unbequeme Debatten angestoßen hat.“
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