Bremen - Von Nina Seegers - Bremens 16 beste „Boulderer“ kletterten gestern Nachmittag in der „Linie7“ am Güterbahnhof um die Wette. An den bunten und verwinkelten Wänden hangelten sich zwölf Männer und vier Frauen von Griff zu Griff – und versuchten, vom Publikum angefeuert und unter Aufsicht eines Schiedsrichters, möglichst viele Punkte bei jeder Route zu sammeln.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Foto: Seegers
Gauvain Wiemer kletterte bei der Bremer „Boulder“-Meisterschaft in der „Linie7“ mit.
„Bouldern“ leitet sich von dem englischen Wort „boulder“ ab und heißt „Felsblock“. Schon seit den 70er Jahren ist „Bouldern“ eine eigene Disziplin des Sportkletterns, bei der es darum geht, ohne Seil an Felsblöcken, Felswänden oder künstlichen Wänden in Absprunghöhe zu klettern.
Die meisten Punkte gab es gestern für einen sogenannten „Flash“ – das bedeutet, eine Route im ersten Versuch zu klettern, ohne diese vorher ausprobiert zu haben. Die „Boulderer“ hatten vor dem Klettern eine Stunde Zeit, für ihre Mitstreiter eine „Boulder“-Route zu erstellen, sprich: Bewegungsläufe zu kreieren, indem sie einzelne Griffe in die Wände schraubten. Bevor die Sportler eine Route kletterten, rieben sie sich die Hände mit einem weißen Pulver – Magnesiumcarbonat – ein, um einen besseren Halt an den Griffen zu haben.
Mit äußerster Konzentration versuchten die durchtrainierten Sportler, die Kletterpfade zu bewältigen. Besonders beeindruckend für den Zuschauer waren die akrobatischen Meisterleistungen. Die Sportler verdrehten und verrenkten ihre Körper, hielten sich zum Teil nur mit einer Hand an einem Griff fest oder gelangten durch einen Sprung, einen sogenannten „Dynamo“, zum nächsten Griff.
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