„Ein Neuanfang“ – klingt ja erst mal positiv. Neue Schule, neue Mitschüler, neue Lehrer, vermutlich auch neue Freunde. Aber bis dahin ist es nicht ganz so einfach, wie man anfangs denkt.

Natalie Schrank aus Bassen.
Denn das Schlimmste ist gar nicht dieses unangenehme „Hallo, ich bin die Neue“- Gefühl, sondern vielmehr der Schritt, seine gewohnte Schule und damit seine alten Freunde zu verlassen. So ging es mir jedenfalls, als ich zum Halbjahr die Schule wechselte. Meine alte Schule war für mich nicht unbedingt die beste. Klar, sie gilt als eine der schwersten Schulen Niedersachsens, aber mir fehlte einfach die Wärme, die das Gebäude und auch die Lehrer ausstrahlen sollten. Irgendwas muss uns Schüler ja motivieren, oder nicht? Zufällig sind meine Eltern und ich dann auf die Eichenschule gestoßen.
Eine Privatschule in Scheeßel, die hübsch und nur halb so groß wie meine ehemalige Schule ist. Meine Mutter hat sich also mit der Schulleitung in Kontakt gesetzt, wir haben uns alles angesehen und waren begeistert – besonders von der Ausprägung der künstlerischen Aktivitäten und Projekte. Also beschloss ich, die Schule zu wechseln. Und dann ging alles furchtbar schnell. Ich durfte zum Halbjahr schon kommen, das hieß: Mir blieb nur noch eine Woche mit meiner früheren Klasse. Der letzte Schultag endete natürlich mit Tränen. So schwer hatte ich es mir wirklich nicht vorgestellt.
Es war also tatsächlich eine gute Idee gewesen, die Schule zu wechseln. Ich habe mich gut eingelebt, mein Selbstvertrauen ist zurück, die Klasse ist nett, ich komme gut mit allen klar – auch wenn ich eigentlich auf unsere Dreierkonstellation mit Isabell und Sanja und auf meine beste Freundin Natalie (ja, wir haben sogar den gleichen Vornamen) fixiert bin. Mein Schulwechsel ist jetzt genau ein Jahr her, und ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können!
Natalie Schrank aus Bassen
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