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„Als hätte Taylor Swift mein Tagebuch gelesen“ / Zoe Kalcum (14) aus Langwedel hat ein großes Ziel: Sängerin zu werden

„Als hätte Taylor Swiftmein Tagebuch gelesen“

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Wer zum Einschlafen von seinem Vater „Ärzte“-Songs vorgesungen bekommt, der kann einfach nur musikalisch werden. Das glaubt auch Zoe Kalcum aus Langwedel. Aber nicht nur ihr Papa hat sie schon früh mit Musik konfrontiert – „ich hab meinen Eltern auch schon als kleines Kind die Titelmelodie von ,Der Bär im großen, blauen Haus’ vorgesungen“, erzählt die 14-Jährige.

Zoe Kalcum (14) aus Langwedel hat ein großes Ziel: Sängerin zu werden.

Und jetzt, zehn Jahre später, will sie musikalisch so richtig durchstarten – aber dieses Mal mit eigenen Songs. Es vergeht kein Tag, an dem Zoe nicht singt oder Gitarre spielt. In Restaurants kritzelt sie Servietten mit Liedtexten voll. Selbst Schulunterlagen sind nicht vor ihrer Kreativität sicher: „Wenn eine Idee kommt, dann muss sie irgendwie festgehalten werden – egal worauf!“, sagt Zoe entschieden. Sie ist halt durch und durch Musikerin. Ihre Lieder handeln von Liebe, Trauer und anderen Gefühlen. Die Texte schreibt sich sie sich direkt aus dem Herzen. Und sie sind alle auf Englisch. „Mit deutscher Musik kann ich einfach nichts anfangen“, meint die 14-Jährige.

Auch zu Hause spricht sie die meiste Zeit nur Englisch. Und wenn man genau hinhört, wenn sie spricht, dann erkennt man einen leichten Akzent. Woher das kommt? „Ich hab zwar noch nie im Ausland gelebt, aber meine Familie ist international“, erzählt Zoe. Ihre Mutter ist gebürtige Isländerin, ihr Vater hat seine Ursprünge in Irland. „Und mein Traum ist es, irgendwann auszuwandern“, sagt die 14-Jährige. „Ich würde gern nach Amerika gehen.“ Wie ihr großes Idol, Taylor Swift, möchte sie mit ihren eigenen Songs Karriere machen.

Bewaffnet mit ihrer Gitarre, schreibt sie alle Texte selbst, auch die Melodien sind Eigenkompositionen. Mehr als 100 Werke sind so entstanden. Sie heißen „Fall apart“, „Hurricane“ oder auch „The acception“. Zurzeit schlummern die Songs auch noch auf Zoes Computer – aber irgendwann sollen sie auf der ganz großen Bühne zu hören sein.

So hat es auch Taylor Swift geschafft: „Ich finde mich in allen Songs von ihr wieder. Es ist so, als hätte sie mein Tagebuch gelesen.“ Genau das möchte sie auch mit ihrer Musik erreichen. Andere bewegen.

Deshalb kann Zoe sich auch nicht vorstellen, bei Casting-Shows wie „DSDS“ oder „Popstars“ mitzumachen: „Ich möchte mir von anderen nicht vorschreiben lassen, worüber ich singen soll. Das meiste, was dort auf Platten gepresst wird, ist doch nichtssagende Popmusik.“ Dann geht sie lieber den steinigen Weg, tingelt von einer kleinen Bühne zur nächsten und wartet auf den großen Durchbruch. Denn möglicherweise sitzt irgendwo ein Produzent in den Zuschauerreihen und entdeckt das musikalische Mädchen mit der außergewöhnlichen Stimme...

Zusammen mit ihrem Vater hat Zoe schon eine Demo-CD aufgenommen, und auch ein eigener Youtube-Kanal ist geplant.

„Mein großes Ziel ist ein Plattenvertrag“, sagt die Sängerin. Dafür lässt sie nichts unversucht.

Andere Hobbys neben der Musik hat sie nicht mehr. Selbst ihre Sammelleidenschaft ist vom Traum geprägt: „Ich sammele Gitarren“, grinst sie. Und um ihren Hals baumelt als Anhänger eine Gitarre im Mini-Format.

Ihren Stil beschreibt Zoe als „eine Mischung aus Rock, Pop und Country“. Gesangsunterricht hatte sie nie. Auch das Gitarre spielen hat sie sich größtenteils selbst beigebracht. Nur sporadisch habe ihr der Gitarrenlehrer Lutz Januschewitsch ein paar Tipps gegeben. Er hat sie im letzten Jahr auch zum „Hallo Verden“-Rockfestival gebracht. Zoes bislang größter Auftritt.

„Vor einem Auftritt bin ich immer ganz schön nervös, aber wenn ich erst mal auf der Bühne stehe, möchte ich da gar nicht mehr runter“, erzählt sie. „Für dieses Jahr habe ich noch nicht so viel im Terminkalender. Aber wer mich mal live hören oder sogar buchen möchte, der erreicht mich am besten über zoe@kalcum.de.“

Und wenn’s nicht klappt mit der Musikkarriere? Zoe überlegt kurz: „Das möchte ich mir gar nicht vorstellen.“

Rebecca Göllner aus Holtrup

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