Mehr als 110 000 Berechtigte im Landkreis haben am Sonntag die Wahl

Viele Stimmzettel und Kreuze

Franziska Hoffmeister und Martin Aschoff sind mit der Organisation der Kommunalwahl am Sonntag betraut. Die Musterstimmzettel sind bereits jetzt vor ihrem Büro im Kreishaus zu sehen. - Foto: Klee

Landkreis - „Wenn alles gut läuft, liegt das Wahlergebnis für den Kreistag am Sonntag vielleicht schon um 20 Uhr vor.“ Franziska Hoffmeister ist verhalten optimistisch. Die Ansprechpartnerin im Kreishaus in Sachen Wahl weiß, was alles schief gehen kann. Wenn am Sonntag die 110 599 Berechtigten im Kreisgebiet ihre Stimmen für die kommunalen Parlamente abgebeben, kann es schon einmal sein, dass einer der ehrenamtlichen Wahlhelfer die diversen Kreuzchen durcheinander bringt. Und wenn dann im Wahllokal neu gezählt werden muss, kostet das Zeit.

Zum Urnengang am Sonntag sind alle aufgerufen, die mindestens 16 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten im Landkreis leben und Staatsangehörige der Bundesrepublik oder irgendeines anderen Mitgliedsstaats der EU sind. Um 18 Uhr muss jede Stimme in der Urne sein, danach geht nichts mehr. Ab diesem Zeitpunkt beginnt in den Wahllokalen und in den Verwaltungen eine rege Betriebsamkeit. In den Rathäusern laufen die Ergebnisse zusammen, wenn die Wahlhelfer ihre Arbeit getan haben, und auch die Stimmen aus den Briefwahlurnen.

Im Kreishaus haben Franziska Hoffmeister und ihr Kollege Martin Aschoff sowie einige andere Kollegen am Sonntag einen späten Feierabend. Dort laufen dann die Meldungen aus den Gemeinden zusammen und sind wenige Minuten später im Internet auf der Seite des Landkreises www.landkreis-verden.de zu finden. „Die Stimmzettel für den Kreistag werden zuerst ausgezählt“, erklärt Hoffmeister.

50 Sitze sind diesmal zu vergeben. „Das hängt von der Bevölkerungszahl im Kreis ab“, erklärt die Wahlsachbearbeiterin. Wenn die Ergebnisse für die gut 200 Kandidaten im Wahllokal vorliegen und gemeldet sind, werden die Stimmzettel für den Gemeinderat, wo vorhanden auch den Samgemeinderat, und für den Ortsrat ausgezählt.

Allein drei Stimmen kann jeder Wähler und jede Wählerin auf jedem Stimmzettel verteilen. Viel Papier also und eine ganze Menge Kreuzchen. Setzen kann man sie wie man will. Hinter jedem Einzelkandidaten sind drei Felder dafür vorbereitet. Drei dieser runden Felder hat aber auch die Liste der jeweiligen Partei, damit man ihr seine Stimme geben kann, ohne gleichzeitig einen der Bewerber gezielt zu unterstützen.

Wer sich nicht entscheiden kann, hat auch die Möglichkeit, seine drei Kreuzchen unter der Schar der Bewerber nach belieben aufzuteilen. Nur jedes weitere Kreuz sollte man vermeiden, weil dann die Gefahr besteht, dass der Stimmzettel ungültig wird.

„Bis das Ergebnis dann komplett ist, hängt natürlich ein bisschen von den Wahlhelfern ab und davon, dass die Technik funktioniert“, meint Hoffmeister. Nach den Erfahrungen bei den vorangegangenen Wahlen ist aber kein Anlass zu Zweifeln. Und deshalb wird es erstmals keine Wählerinformation mit der Präsentation der Ergebnisse im Kreistagssaal geben.

Dennoch wird niemand am Wahlabend mit seiner Spannung alleingelassen, wenn er keinen Zugang zur Website hat. „Im Eingangsbereich des Kreishauses steht ein Telefon, mit dem die Mitarbeiter in den Büros zu erreichen sind“, berichtete Hoffmeister. Ansonsten sei das Kreishaus geschlossen. - kle

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