Entwarnung: Nur Feuerwehr-Übung am Oderplatz in Verden

Über die Drehleiter gerettet

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Bei der Übung galt es, auch Personen aus dem oberen Stockwerk in Sicherheit zu bringen. Dafür rückten die Einsatzkräfte mit einer Drehleiter an.

VERDEN - Feueralarm in der Wohneinrichtung der Lebenshilfe Rotenburg-Verden am Oderplatz 1: Die Ortsfeuerwehr Verden rückte umgehend mit zehn Fahrzeugen und 50 Aktiven aus und die Kräfte machten sich schnell ein Bild von der Lage. Zum Glück konnten später am Abend wieder alle Bewohner in ihre Zimmer zurückkehren, denn: Es handelte sich um eine Übung.

Jahr für Jahr finden in allen Liegenschaften der Lebenshilfe Rotenburg-Verden Brandschutzübungen ohne die Feuerwehr statt, erklärt Oliver Studt, Qualitätsmanagementbeauftragter, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutzbeauftragter. Ab und zu gibt es darüber hinaus Termine unter Beteiligung der Einsatzkräfte.

Und das ist äußerst wichtig, denn so können sich die Feuerwehrleute einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort verschaffen, der im Ernstfall von großer Bedeutung ist. Wie gestaltet sich die Zuwegung in die oberen Etagen? Welche besonderen räumlichen Bedingungen müssen berücksichtigt werden? Gibt es in der Einrichtung Menschen mit einer Gehbehinderung? Wo treten gegebenenfalls Schwachpunkte auf, bei denen Nachbesserungen erforderlich sein könnten? Nur einige der Fragen, die beantwortet werden müssen. Zudem gilt es für die Bewohner mit Behinderungen und die Mitarbeiter, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen zu folgen.

Das Szenario der Übung: In dem Gebäude mit vier bewohnten Stockwerken, Keller und Dachboden ist in der Teeküche im zweiten Geschoss ein Feuer mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen. Die angenommenen Außenbedingungen: ein Novemberabend um 23 Uhr bei fünf Grad Celsius und Regen. Die Rauchschutztüren stehen zu dem Zeitpunkt offen und sind mit Holzkeilen gesichert.

Die Feuerwehr probte, wie Menschen mit Gehbehinderungen aus dem Gebäude gebracht werden.

Die Brandintensität ist bereits so stark, dass aus den Fenstern Flammen schlagen und eine Brandausweitung auf das dritte Obergeschoss und den Dachstuhl droht. Einige Bewohner konnten das Gebäude verlassen, andere stehen auf den Balkonen. Eine unbekannte Anzahl von Menschen wird in dem Gebäude vermisst. Um die Evakuierung unter realen Bedingungen zu proben, rückte eine große Anzahl von Einsatzwagen und sogar die Drehleiter mit zum Einsatzort aus. Schließlich galt es, auch Personen aus dem oberen Stockwerk in Sicherheit zu bringen – und das musste teils mit einer Liege passieren. Für die Simulation der Rettung standen Freiwillige zur Verfügung, zudem wurden Dummys genutzt. An die Versorgung der Bewohner und Mitarbeiter wurde ebenfalls gedacht, sie fanden Unterschlupf in einem eigens dafür aufgebauten Zelt.

„Nach einer guten Stunde waren die gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit aller abgearbeitet“, teilt die Verdener Feuerwehr mit. Gleichzeitig sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass im Ernstfall sofort weitere Ortsfeuerwehren nachalarmiert werden müssen, um schnell auf genügend Einsatzkräfte zurückgreifen zu können. Aufgrund der großen Anzahl der Einsatzwagen zog die Aktion die Aufmerksamkeit von Bürgern auf sich, die aber erleichtert waren, dass es sich nur um eine Übung handelte.

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