Verdener Radsportler starten beim „Ride for help“ für den guten Zweck

Sportliche Herausforderung der besonderen Art

Schwingen sich für den guten Zweck in den Sattel: Daniel Dietsch, Jürgen Jakob, Rolf Zepp, Veronika Jones, Wolfgang Struif, Wolfgang Pade, Ralf Emmerich und Peter Krohn (v.l.). - Foto: Haubrock

Verden - Acht Radsportler aus Verden treten in den kommenden Tagen für einen guten Zweck in die Pedale und stellen sich der diesjährigen „cycle challenge“. Am Montag, 22. August, wird die zwölfte Auflage des „Ride for help“ in Evian-les Bains gestartet. Über fünf Tagesetappen mit jeweils 100 bis 135 Kilometern geht es auf der Spur der Tour zum legendären „Tour de France“-Anstieg über 13 Alpenpässe zum Zielort Alpe D´Huez.

Wolfgang Pade, Wolfgang Struif, Ralf Emmerich und Peter Krohn bilden das Team der Cycling Community Verden (CVV). Daniel Dietsch, Veronika Jones, Jürgen Jakob und Rolf Zepp gehen für Mars auf die fünf Alpenetappen der Tour de France. Insgesamt starten 28 Radamateure in sieben Teams aus sieben Nationen aus Europa und den USA im französischen Evian am Genfer See. „Zwei der Sportler sind tatsächlich schon zum zwölften Mal dabei“, erzählt Rolf Zepp. Einer davon ist er übrigens selbst. „Das ist schon eine Herausforderung der besonderen Art“, weiß Zepp.

Doch die sportliche Herausforderung ist längst nicht alles. Eigentlicher Sinn der Tour ist es, verschiedene Hilfsprojekte für bedürftige Kinder oder Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Jedes Team hat sich ein eigenes Projekt ausgesucht, für das es fährt. Das CCV- Team ist zugunsten von Leander-Hector aus Verden unterwegs. Der Siebenjährige ist mehrfach schwerbehindert und besucht die Inklusionsklasse der Grundschule am Lönsweg. Um ihm die Teilhabe an einem normalen Schulleben zu erleichtern, benötigt er einige kostspielige Hilfsmittel, zum Beispiel eine elektrische Sitzhilfe für seinen Rollstuhl oder Hilfsmittel, die ihm die Kommunikation ermöglichen. Den Kontakt zur Grundschule am Lönsweg hat Wolfgang Pade hergestellt. „Unserem Team ist der lokale Bezug sehr wichtig, wenn wir zum Spenden aufrufen“, erklärt er.

Das Verdener Mars-Team will auch diesmal wieder Spenden für die Organisation „Hunde für Handicaps“ erradeln und unterstützt dabei besonders Jens Hilbert. Der 59-jährige Berliner leidet an einer seltenen, fortschreitenden Muskelerkrankung. Ein Assistenzhund, der die Türen öffnet oder Gegenstände bringt, ist eine große Hilfe, um den Alltag zu bewältigen. Nach dem Tod seiner Assistenzhündin Happy sollen die „Ride for help“-Spenden nun helfen, die teure und zeitaufwendige Ausbildung seines neuen Assistenzhundes Aquensis zu finanzieren.

Für den Delmenhorster Verein „Stars for Kids“ tritt Daniel Dietsch (Mars Food) in die Pedale. Er möchte durch seinen Einsatz dazu beitragen, dass täglich rund 260 Mahlzeiten an bedürftige Kinder ausgegeben werden können.

Nun hoffen die Radler, dass ihre sportliche Leistung möglichst viele Menschen zu einer Spende motiviert. „Die Spendenmechanik läuft nach der Devise 'Wenn ihr das schafft, dann spenden wir eine bestimmte Summe'“, erklärt Rolf Zepp. Kein Wunder also, dass die Radler alles geben werden und keine Steigung scheuen, um eine möglichst große Summe zu erzielen. „Seit 2005 sind 240 000 Euro für unterschiedliche Zwecke zusammengekommen“, berichtet Zepp mit Stolz. Für die Spenden der aktuellen „Ride for help“-Tour wurde wieder die Online-Spendenplattform betterplace.org.eingerichtet.

Der Link für das Team Mars : www.betterplace.org/de/projects/46310 und für die CCV www.betterplace.org/p47535.

ahk

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