Dauelser wollen mit großer Mehrheit die Kündigung des Pachtvertrages annehmen

Schützen wollen nicht klagen

Die große Mehrheit der Mitglieder beschloss, die Kündigung anzunehmen. - Fotos: Bruns

Dauelsen - Der Schützenverein Dauelsen will nicht gegen die Kündigung des Pachtvertrages über das Schießstandgelände klagen. Bei einer außerordentlichen Versammlung am Montagabend wurde von 63 der stimmberechtigten 64 Mitglieder beschlossen, die Kündigung anzunehmen.

Dem Vorstand war angeboten worden, dass sich der Verein nicht um den Abriss kümmern muss, wenn die Kündigung akzeptiert wird. Allerdings knüpft der Verein die Akzeptanz der Kündigung ebenfalls an Bedingungen. Wie bereits berichtet, gehört der Schießstand dem Verein, das damit bebaute Grundstück jedoch Hilde Richter, zugleich Eigentümerin der benachbarten Gaststätte „Eichenkrug Früchtnicht“. Diese schließt zum 1. Januar 2017. Das Bauunternehmen Holzkamm will die Gaststätte, die seit 260 Jahren im Familienbesitz ist, kaufen, abreißen und auf der Gesamtfläche den aus vier Mehrfamilienhäuser bestehenden „Wohnpark Eichenkrug“ errichten. Dieser soll im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein.

Dem Schützenverein wurde der Pachtvertrag zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Wie der Vorsitzende Andreas Kruse bei der Versammlung am Montag berichtete, wurde dem Vorstand in einem Gespräch angeboten, dass der Schießstand noch bis zum 31. August 2017 genutzt werden kann, denn dieser Teilbereich des gesamten Wohnparks wird nicht bebaut. Nur der Kleinkaliberstand müsse vorher abgerissen werden.

Axel Kruse (l.) und der Vorstand erläuterten das weitere Vorgehen.

Dies möchte der Verein schriftlich haben, soweit die erste Bedingung des Vereins für die Annahme der Kündigung. Zudem soll diese nur „bei Finanzierbarkeit einer neuen Schießsportanlage angenommen werden“. Hierzu werden derzeit noch Gespräche geführt. Ein geeignetes Grundstück will die Stadt Verden am Bettenbruch unweit des TSV Dauelsen zur Verfügung stellen. Einen Neubau halte man für finanzierbar, allerdings müsse der Verein dauerhaft auf einen Kleinkaliberstand verzichten. Der Neubau wäre nur noch für Luftgewehr und Bogenschießen ausgerichtet.

Zuschüsse in Höhe von 200 000 Euro seien möglich und auch erforderlich zur Finanzierung eines Neubaus. Entsprechende Anträge müssten jedoch bis zum 31. August 2016 gestellt werden. Parallel dazu soll der Vorstand sich um die Finanzierung der verbleibenden Summe bemühen. Deutlich machte der Vorstand, dass der Verein auf jeden Fall für geraume Zeit ohne Schießstand auskommen muss. „Wir haben von anderen Vereinen das Angebot bekommen, dort solange zu schießen. Die fühlen mit uns“, erläuterte Vorstandsmitglied Volker Mindermann.

Der Vorsitzende Andreas Kruse hatte davon berichtet, dass eine Klage mangels Erfolgsaussichten nach juristischer Beratung nicht zu empfehlen sei. „Eine friedliche Lösung ist mir auf jeden Fall lieber“, sagte er nach der Versammlung. „Ich hätte nur gerne mehr Zeit“, so Kruse. Doch am Wochenende soll erst einmal Schützenfest gefeiert werden – das wohl letzte im großen Festzelt bei der Gaststätte „Eichenkrug Früchtnicht“. - wb

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