Große Artenvielfalt auf dem Nabu-Biotop „Dauelser Marsch“

Schachbrettfalter entdeckt

Der Schachbrettfalter ist eine von 21 Tagfalterarten, die auf der Fläche zu finden sind. - Foto: Nabu

Verden-Dauelsen - In der Dauelser Marsch ist die Welt wieder in Ordnung. Zehn Jahre lang hat der Nabu dort Biotoppflege betrieben. Heute kann sich sie Bestandsaufnahme der Artenvielfalt dort sehen lassen. Besonders freuten sich die Naturschützer, als sie den Schachbrettfalter auf dem ehemaligen Lagerplatz der Stadt entdeckten.

Das Biotop „Dauelser Marsch“ sei der Nabu-Gruppe Verden im Oktober 2005 zur naturschutzfachlichen Entwicklung per Vertrag überlassen worden, berichten die Naturschützer. Mittlerweile hätten die Aktiven dort viele Arbeitsstunden investiert: Draht-Altlasten entfernt, Steine konzentriert zusammen getragen, Anpflanzungen vorgenommen, ein Insektenhotel installiert, Nistkästen aufgehängt und Mähaktionen durchgeführt.

Zusätzlich hat Diplom-Biologin Heike Vullmer eine umfassende Pflanzenbestands-erfassung (152 Arten) durchgeführt und 152 Arten ermittelt, einige davon sogar, die auf der Roten Liste stehen. Heute hat der Weiße Steinklee große Bereiche der ehemals versiegelten Fläche erobert. Schmetterlinge legen ihre Eier an ganz bestimmten Pflanzen ab, die dann im Raupenstadium auch von Vögeln verspeist werden. Je größer die Wildpflanzenvielfalt sei, desto größer sei auch die Vielfalt der Schmetterlingsarten.

Auf der Fläche fand Vullmer mindestens 21 Tagfalterarten. Hervorzuheben ist der Schachbrettfalter, der hier an seine nördlichste Grenze trifft. Die Betreuer der Fläche Stefan Schnitter und Hans-Joachim Winter haben sich mit der Erfassung von Vogel- (16) und Fledermausarten (3) befasst. 

Heute sei die Fläche eine wichtige ökologische Insel inmitten von Maisfeldern und Intensivgrünland. In der Umgebung des Biotops sei nur ein Bruchteil der Artenzahl zu finden. Natürlich wird die Fläche auch von Bienen aufgesucht. Ein Imker, der hier seine Völker aufstellt, wäre dem Nabu sehr willkommen. Auch die Nabu-Kindergruppe „Waldmäuse“ verbringt so manche „Lerneinheit“ auf dem Biotop.

Wer sich für Naturschutzarbeit vor Ort interessiert, erfährt von Hans-Jürgen Maaß, hjmaass@gmx.de oder Telefon 04231/84182 mehr.

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