Playmobil-Flohmarkt im Deutschen Pferdemuseum

Raritäten zum kleinen Preis

Gut im Geschäft: Die Brüder Kion (13) und Fynn (11) Kohler. - Foto: Niemann

Verden - „Das kann alles weg. Wir hoffen, dass sich ein Käufer dafür findet.“ Die Brüder Kion (13) und Fynn (11) Kohler haben kräftig ausgemistet und Tabula Rasa in ihren Kinderzimmern und in der Playmobilsammlung gemacht.

Die aktuelle Sonderschau „Playmobil-Pferdegeschichten Sammlung Oliver Schaffer“ im Deutschen Pferdemuseum am Holzmarkt in Verden wurde von der Playmobil-Börse „Tauschen & Kaufen“ flankiert. Alle, die ihr Playmobil loswerden wollten oder die Figuren und Zubehörteile suchten, die ihnen beim Spielen oder in der eigenen Sammlung fehlten, waren willkommen.

Für Kion und Fynn war es auch ein bisschen Abschied von der Kindheit: „Wir haben einfach zuviel davon und mit einigen Sachen spielen wir schon lange nicht mehr. Es ist doch schön, wenn man durch den Verkauf noch einem anderen Kind einen Freude machen kann“, plauderte Fynn. Vor allem die Rittersammlung hatte es erwischt, die von den Brüdern gnadenlos ausgedünnt wurde. „Und wir haben immer noch soviel“, meinte der Jüngere. Er spielt noch regelmäßig mit Playmobil, während sich sein Bruder inzwischen mehr für andere Hobbys interessiert. „Manchmal spiele ich noch mit Fynn. Aber unser Papa ist daran viel interessierter“, ließ er auf Nachfrage wissen.

Die Trennung von den einst geliebten Spielfiguren fiel den Geschwistern zwar leicht, doch verramschen wollten sie das einst geliebte Spielzeug trotzdem nicht, zumal alles gepflegt, sauber und gut erhalten war. So sollte der Feuerwehrleiterwagen noch 15 bis 20 Euro in die Taschengeldkasse des Duos bringen und der Verkaufspreis für den Drachenturm in neuwertigem Zustand war mit 40 Euro angesetzt.

Ihr Verkaufsnachbar, Heiko Edelbüttel, hatte für Verwandte und Freunde einen Verkaufstisch gebucht, auf dem sich auch so manche Playmobil-Rarität befand. So ein zehn Jahre altes großes Cargo-Flugzeug, für dass er sich einen Verkaufspreis von knapp unter 30 Euro erhoffte, während ein 20 Jahre alter Lkw noch 20 Euro bringen sollte. Aber beide Summen, so Edelbüttel, seien noch verhandelbar.

Der Ausstellungstisch von Ingrid Thomas aus Posthausen war mit einem großen Playmobil-Klinikgebäude bestückt, außerdem war ein Rettungswagen mit Blinklicht darauf zu finden. „Beides haben wir mal für unseren Enkel angeschafft. Beim Spielen konnte er seine eigene Klinikerfahrung aufarbeiten“, erzählte sie. Doch inzwischen sei der Enkel 14 Jahre alt und das Spielzeug stehe ihr im Weg. Die Preisvorstellung der Großmutter: „50 Euro möchte ich schon noch haben.“ Das blinkende Blaulicht am Rettungswagen hatte seine Wirkung auf die anwesenden potenziellen kleinen Kunden übrigens nicht verfehlt. Auch der dreijährige Ben Beckmann zog seinen Papa Ole gleich mehrmals an das Spielzeug heran. „Das ist schön“, sagte er. Ob der Papa es seinem Sohn auch gekauft hat? Der musste noch überlegen.

Playmobil-Tauschbörse im Deutschen Pferdemuseum

Neu in die Trödelei eingestiegen waren Mutter Greta und Sohn Lucas, die ein Sammelsurium aus unterschiedlichen Playmobil-Themen anboten: Während der Junge vor allem frühere Raritäten aus dem Bereich Zirkus auf dem Tisch präsentierte, waren es bei seiner Mutter vor allem Dinge aus der landwirtschaftlichen Spielwelt. Ihre Feststellung: „Die Zirkussachen sind gefragt, während es für Bauernhof & Co leider kaum Interesse gibt.“

Mehr zum Thema:

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Meistgelesene Artikel

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Erneut Vollsperrung an der L 158

Erneut Vollsperrung an der L 158

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Kommentare